Werben für Karrierechancen auch mit Ausbildung

Steigende Wertschätzung „pusht“ Pflegeakademie
17. August 2020
Tierwohl, Naturschutz und Gastronomie im Fokus
21. August 2020

Diskutierten mit Torsten Withake (4.v.r.), Geschäftsführer der Arbeitsagentur-Regionaldirektion NRW: die CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, Wilfried Oellers, Kerstin Radomski, Uwe Schummer, Sylvia Pantel, Hermann Gröhe und Rudolf Henke (v.l.). Foto: Regionaldirektion

Werben für Karrierechancen auch mit Ausbildung

Henrichmann: Offen für längere Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt war ein Thema bei einem Austausch zwischen CDU-Bundestagsabgeordneten aus NRW und der Bundesagentur für Arbeit. Gerade im Münsterland haben viele Unternehmen Probleme, Lehrstellen zu besetzen, stellten die Teilnehmer bei dem Gespräch in der Regionaldirektion in Düsseldorf fest. Der heimische Parlamentarier Marc Henrichmann wünschte sich, dass sich Arbeitsagenturen und Schulen stärker vernetzen. Noch sei zu vielen Schulabgängern nicht bewusst, welch große Chancen ein hochqualifizierter Abschluss in der dualen Ausbildung biete.

Eine stärkere Digitalisierung könne ein Baustein sein, junge Leute zielgerichtet zu erreichen und zu beraten, meinte Henrichmann. Bei fast 330 anerkannten Ausbildungsberufen sollte jeder seinen Wunschberuf finden können. „Nicht nur mit einem Studium ist eine Karriere möglich“, zeigte sich der CDU-Politiker überzeugt. Mit der Rückkehr zur Meisterpflicht in zwölf Berufen und der Gleichstellung des Meisters mit akademischen Abschlüssen habe der Bund das Handwerk deutlich aufgewertet.

Ein weiteres Thema war der Arbeitsmarkt in der Corona-Krise. Positiv bewerteten die Parlamentarier das Instrument des Kurzarbeitergeldes. „Die Krise ist noch nicht vorbei. Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes über die bisherigen zwölf Monate hinaus zu verlängern, kann deshalb eine sinnvolle Maßnahme sein“, zeigte sich Henrichmann offen für Vorschläge aus dem Bundesfinanzministerium.