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Wie kommt der Mittelstand durch die Corona-Krise? Auskünfte gaben der CDU-Mittelstandsvereinigung die beiden Abgeordneten Marc Henrichmann und Stefan Rouenhoff. Screenshot: Büro Marc Henrichmann

Weniger Bürokratie und mehr Anreize für Forschung

CDU-Mittelstand (MIT) diskutiert mit Abgeordneten über Corona-Hilfen

Kreis Coesfeld. Der Mittelstand ist gebeutelt durch Corona. Mit Soforthilfen, weniger Bürokratie und mehr Geldern für Forschung unterstützt die Politik Unternehmen dabei, durch die Krise zu kommen und sich für die Zukunft aufzustellen. Seit Anfang Juli gibt es weitere Überbrückungshilfen in Höhe von 25 Milliarden Euro vor allem für den Mittelstand. Wie diese Unterstützung ankommt und was die Wirtschaft noch braucht, darüber sprach die Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU im Kreis Coesfeld mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann und seinem Fraktionskollegen, dem Wirtschaftsexperten Stefan Rouenhoff.

Vor einem Jahr diskutierten Mittelständler und die beiden Abgeordneten bereits in Lüdinghausen über die Nationale Industriestrategie des Wirtschaftsministeriums. Die MIT regte einige Ergänzungen an. „Vieles davon findet sich in der Mittelstandsstrategie der CDU wieder“, betonte nun der MIT-Kreisvorsitzende Rainer Betz. Wie diese Strategie weiter umgesetzt wird und wie die Folgen von Corona bekämpft werden, darum ging es in einer zweiten Auflage des Gesprächsformats, diesmal als Videokonferenz.

Wir haben einiges für den Mittelstand erreicht, auch wenn noch viel zu tun ist“, unterstrich Rouenhoff und nannte Beispiele: Unternehmensgründer müssten nur noch vierteljährlich ihre Umsatzsteuervoranmeldung einreichen. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Berufen sichere die Qualität im Handwerk und helfe den Selbstständigen. Der Staat fördere Forschung im Betrieb und die Zusammenarbeit mit Hochschulen. „Das ist ein echter Anreiz für kleine und mittlere Unternehmen, in Forschung und Entwicklung zu investieren und ihren Betrieb wettbewerbsfähiger und innovativer zu machen“, erklärte der CDU-Wirtschaftsfachmann. Auch Investitionen in den Klimaschutz und in die IT-Sicherheit unterstütze der Bund.

Die Mittelständler begrüßten, dass sie die staatlichen Soforthilfen sehr schnell erreicht haben. Nun allerdings müssten noch mitten in der Krise einige Unternehmen bereits nachweisen, wie sie die Mittel verwendet haben: ein „unglücklicher Zeitpunkt“, fand die MIT. Henrichmann betonte, dass die Prüfungen inzwischen ausgesetzt seien. Er machte aber keinen Hehl aus seinem Ärger darüber, dass eine unbürokratische Hilfe des Bundes von einigen wenigen Schwindlern ausgenutzt worden sei – etwa 6.000 Fälle würden aktuell bundesweit untersucht. Kontrollen seien deshalb notwendig, denn „es geht um das Geld der Steuerzahler“.