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Henrichmann: Bund übernimmt bis zu 1,5 Millionen Euro für Residenz

Havixbeck. Gute Nachrichten aus Berlin hat der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann für Burg Hülshoff mitgebracht: Mit bis zu 1,5 Millionen Euro wird der Bund die bauliche Realisierung des Moduls „Droste Residenz“ fördern. Dies habe ihm Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, mitgeteilt. „Es hat sich gelohnt, für dieses Projekt immer wieder zu werben“, freut sich der CDU-Politiker.

Das Residenz-Programm ist Teil eines Konzeptes für einen „Zukunftsort Literatur“. Angehende Schriftsteller, Teilnehmer des Studiengangs „Literarisches Schreiben“ der Kunsthochschule für Medien Köln, sollen mehrere Monate auf Burg Hülshoff leben und arbeiten. „Mit dem Kultur- und Literaturzentrum wird das Münsterland überregional sichtbar“, ist Henrichmann überzeugt.

Er sieht in dem Projekt darüber hinaus einen „Mutmacher in Zeiten der Corona-Herausforderung“. Henrichmann und Ministerin Grütters sind sich einig, dass von dem Bau „auch kleinere und mittelständische Unternehmen zu einem Zeitpunkt profitieren, wenn konjunkturelle Impulse dringend erforderlich sein werden“. Deswegen sei es gut, dass der Bund einerseits mit allen Kräften die Auswirkungen der Corona-Pandemie für den Kulturbereich abfedere, andererseits aber sein Investitionsprogramm fortsetze, unterstreicht der Abgeordnete.

Deutlich sei der hohe Stellenwert des Zukunftsortes auf Burg Hülshoff: Im Rahmen des Programms „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ werden ausschließlich dringliche Investitionen in bundesweit bedeutsame kulturelle Projekte gefördert. Der förmliche Bewilligungsbescheid wird demnächst zugestellt.

Erst Anfang März hatte der Bund bis zu 250.000 Euro Fördermittel für das Projekt „Droste Digital“ zugesichert. Hier will das Center for Literature auf Burg Hülshoff digitalisierte Handschriften in einen literaturhistorischen Kontext setzen und mit künstlerischen Elementen ergänzen. Die Eröffnung der Ausstellung ist für 2022 geplant.