Wahl zwischen „drei exzellente Kandidaten“

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Wahl zwischen „drei exzellente Kandidaten“

CDU-Delegierte diskutieren mit Mitgliedern über den neuen Vorsitzenden

Kreis Coesfeld. Am Wochenende entscheidet die Bundes-CDU über ihren Vorsitzenden. „Eine Weichenstellung, wohin unsere Partei geht“, erwartet der Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Marc Henrichmann. Um vor dieser zentralen Entscheidung ein Stimmungsbild der CDU-Basis einzufangen, diskutierten die sechs Delegierten aus dem Kreis Coesfeld am Samstag (9. Januar) per Video-Chat mit den Mitgliedern.

Armin Laschet, Friedrich Merz oder doch Norbert Röttgen? „Wir haben drei exzellente Kandidaten von Format. Darum beneiden uns andere Parteien“, stellte Henrichmann fest. Das aber erleichtert die Wahl für die Delegierten nicht unbedingt. Eine Fülle von Briefen und Mails haben Lena Steinkamp, Evelyn Korth, der frühere Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske und Henrichmann erhalten. Ein einheitlicher Tenor ergab sich daraus nicht. Und auch in der Videorunde fanden alle drei Kandidaten ihre Fürsprecher.

Die CDU als Volkspartei, die die politische Mitte von sich überzeugt, rückte Henrichmann in den Vordergrund. Er wünschte sich Geschlossenheit. „Wer die Flügel unserer Partei am ehesten zusammenführen kann, ist mein Kandidat“, stellte der Kreisvorsitzende klar. In NRW habe die CDU ihr Profil als Partei der inneren Sicherheit geschärft, erklärte Dietmar Panske. Sein Favorit solle diese und weitere Kernkompetenzen der Partei nach vorne rücken und sich hier deutlich positionieren. „Alle müssen sich nach der Wahl des Vorsitzenden in den Dienst der CDU stellen“, unterstrich er. Dies habe er bei der letzten Wahl vor zwei Jahren vermisst.

Einige Mitglieder wünschten sich einen Vorsitzenden mit wirtschaftspolitischer Kompetenz, die gerade bei der Bewältigung der Corona-Krise gefragt sei. Andere sahen im Klimawandel die entscheidende Herausforderung. Und nicht zuletzt wurde immer wieder die gute Arbeit der NRW-Landesregierung gelobt. Karl Schiewerling blickte zudem über den 16. Januar hinaus. „Wir können die Frage des Vorsitzes nicht von der Frage der Kanzlerschaft trennen“, meinte er. Wichtig sei daher auch, welcher Kandidat am besten den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln sei. Fest stand nach anderthalb intensiven Stunden, dass das Rennen um den CDU-Vorsitz weiter offen ist. Deutlich wurde aber auch, dass die CDU im Kreis Coesfeld den neuen Vorsitzenden unterstützen wird – egal wie er heißt.