Vorreiter für sicheren und
sauberen Strom werden

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Die Fragen der Oswald-Schülerinnen und -Schüler beantwortete der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Foto: Büro Marc Henrichmann

Vorreiter für sicheren und sauberen Strom werden

Henrichmann spricht mit Schülern über Kassenbons und Klimawandel

Coesfeld. 240 Zeichen reichen nicht, um Krisen zu lösen. Die Twitter-Diplomatie des US-Diplomaten in Sachen Iran sieht der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann daher höchst kritisch. Der CDU-Politiker diskutierte in Coesfeld mit Schülerinnen und Schülern des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs – und die Jugendlichen hatten eine Fülle von Fragen, von der Weltpolitik und dem Klimawandel bis hin zur Bonpflicht.

Die Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums hatten an der Zukunftswerkstatt zur Jugend in Europa teilgenommen. Bei der abschließenden Diskussion wollten sie vom Parlamentarier wissen, was er von der „Papierverschwendung durch die Kassenbonpflicht“ halte. Henrichmann setzte darauf, dass ausgedruckte Bons überflüssig werden könnten, zum Beispiel durch digitale Kassensysteme, Apps und QR-Codes auf Smartphones oder Ausnahmen für kleine Einkäufe. Im Sinne der ehrlichen Steuerzahler gab er zu bedenken: „Zehn Milliarden Euro gehen dem Staat jedes Jahr durch Tricksereien verloren“.

Ganz oben stand das Thema Klima. Deutschland müsse technologischer Vorreiter für sicheren und sauberen Strom werden, betonte Henrichmann. Wenig hielt er von Dieselfahrverboten: Hier seien die Möglichkeiten intelligenterer Lösungen, zum Beispiel der digitalen Verkehrslenkung, noch nicht ausgeschöpft. Viele Menschen auf dem Land seien zudem aufs Auto angewiesen. Der Abgeordnete stellte aber klar: „Grenzwerte sind dazu da, eingehalten zu werden“.

Sorgen bereitete den Schülern der Rechtsextremismus. Der Staat habe die Neonazi-Gruppe Combat 18 verboten, auch politische Bildung sei wichtig. Die dafür zuständige Bundeszentrale müsse aber stärker auf Jugendliche zugehen, fand Henrichmann. In Berlin konstatierte er fehlenden Anstand und Respekt seitens der AfD. Sie suggeriere einfache Lösungen für komplexe Probleme. „Das ist unredlich und brandgefährlich“, erklärte er, lenkte den Blick aber auch nach links: „Wer Gewalt nicht ablehnt, ist kein Demokrat“.