Trainieren während der Arbeitszeit

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Trainingseinheit im GeKo: Marc Henrichmann (2.v.r.), Sigrid Schulze Lefert, Dr. Christoph Jolk, Dr. Kirsten Tacke-Klaus und Benedikt Schulze Hülshorst (v.l.) tauschten sich in Altenberge übers betriebliche Gesundheitsmanagement aus. Foto: Büro Marc Henrichmann

Trainieren während der Arbeitszeit

MdB Henrichmann im GeKo / Gesundheitsmanagement in Betrieben

Altenberge. In einem umgebauten Kühlanhänger fließt der Schweiß, zumindest einmal die Woche: Mit einem mobilen Test- und Trainingscenter steuert GeKo aus Vreden Unternehmen an und lässt deren Mitarbeiter Rad fahren, rudern oder am Latzug den Rücken stärken. Bei Schmitz Cargobull wird jeden Mittwoch für eine halbe Stunde trainiert. Jetzt war auch der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit dabei.

Auch wenn der CDU-Politiker selbst ein Kraft-Ausdauer-Gerät testete, ging es ihm vor allem um Informationen über die Gesundheitsprävention in Betrieben. Vorsorge soll nicht nur ein Thema bei den Großen wie Schmitz Cargobull sein. „Für kleinere und mittlere Unternehmen ist es sinnvoll, sich für ein Angebot wie GeKo zusammenzutun“, betonte er.

Dass dies funktionieren kann, bestätigte Dr. Bernward Maasjost, Chef eines münsterschen Finanz- und Versicherungsmaklers. Fährt bei ihm der GeKo-Anhänger vor, trainieren Mitarbeiter dreier weiterer Unternehmen mit. „Wir erreichen damit 60 bis 70 Prozent der Belegschaft“, erklärte er. Schmitz Cargobull-Finanzvorstand Andreas Busacker machte die hohe Akzeptanz der betrieblichen Gesundheitsvorsorge an einer anderen Zahl fest: Sein Unternehmen stellt mittlerweile 44 Staffeln beim Münster-Marathon.

GeKo-Geschäftsführer Dr. Christoph Jolk betonte den starken Effekt der regelmäßigen körperlichen Betätigung. Weniger Rückenschmerz, weniger Körperfett und mehr Kraft bringe das ausgefeilte Zirkeltraining, und das mit einem geringen Zeitaufwand von nur 30 Minuten wöchentlich. Für ihre Investition bekämen Firmen nicht nur motivierte und fitte Mitarbeiter, sondern senkten auch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Die Teilnehmer des Gesprächs, darunter Dr. Kirsten Tacke-Klaus von der Wirtschaftsförderung des Kreises Coesfeld (wfc) sowie Sigrid Schulze Lefert und Benedikt Schulze Hülshorst von der Altenberger CDU, waren sich einig über den großen Nutzen des Programms. Die Frage, was im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements steuerlich berücksichtigt werden könne, nahm Henrichmann mit nach Berlin. Die Auslegung der Finanzämter sei hier häufig “zu eng gefasst”, meinten die Unternehmer.