Tafel Coesfeld setzt auf Plusjobber

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Über die Arbeit der Tafel Coesfeld unter Corona-Bedingungen informierten sich Marc Henrichmann (l.) und Ulrike Fascher (3.v.l.) bei der Leiterin Hildegard Sonnenschein (2.v.l.) und ihrem Team. Foto: Büro Marc Henrichmann

Tafel Coesfeld setzt auf Plusjobber

Henrichmann: „Wichtiges Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt“

Coesfeld. Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Arbeit der Tafel Coesfeld aus. „Einige Ehrenamtliche, die schon älter sind oder Vorerkrankungen haben, können uns aktuell nicht helfen“, berichtete die Leiterin Hildegard Sonnenschein dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Nachdem die Tafel im September knapp 3.300 Euro Bundesmittel aus dem Sonderprogramm „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern“ erhalten hatte, informierte sich der CDU-Politiker gemeinsam mit der Coesfelder CDU-Sozialpolitikerin Ulrike Facher nun persönlich über die Situation vor Ort.

Die Tafel sorgt nicht nur dafür, dass einwandfreie Lebensmittel an Bedürftige gegen einen kleinen Obolus verteilt statt vernichtet werden. „Sie bietet zudem vielen Menschen ein Sprungbrett für den ersten Arbeitsmarkt“, stellte Henrichmann anerkennend fest. Das gilt vor allem für die Plusjobber, die über das Jobcenter zur Tafel kommen. „Ohne Plusjobber könnten wir unser Angebot kaum aufrecht erhalten“, erklärte Hildegard Sonnenschein und lobte Politik und Sozialgesetzgebung. Denn neue Ehrenamtliche für das aktuell 120 Mitstreiter starke Team zu finden, sei sehr schwierig. Viele Plusjobber üben in der Tafel einen geregelten Tagesablauf ein und fühlen sich dabei weit überwiegend sehr wohl: „Sie finden Halt in der Tafelfamilie“, bestätigte Ruth Tönnemann von der Tafel Coesfeld.

Dort ist immer jemand gefragt, der anpacken kann. Denn die Einrichtung versorgt nicht nur 250 Kundinnen und Kunden vor Ort, sondern fungiert auch als eines von derzeit sechs Verteilzentrum in NRW. Die „größte Tafel im ländlichen Raum“, so Hildegard Sonnenschein, beliefert immerhin 33 Tafeln vom Münsterland bis zum Niederrhein.