Tablets gehören in den Unterricht

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Wie moderne Medien den Unterricht bereichern, darüber diskutierte Marc Henrichmann (3.v.l.) mit Medienberater Carsten Schellnock, René Müller von mynetworx (v.r.) sowie den CDU-Politiker Filomena Müller, Gabriele Osterkamp, Jan Willimzig und Gabriele Sondermann (v.l.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Tablets gehören in den Unterricht

MdB Henrichmann informiert sich über digitale Medien in Schulen

Dülmen. Schon Grundschüler nutzen heute Smartphones und Tablets. Wirklich fit sind sie deshalb nicht im Umgang mit digitaler Technik, ist Medienberater Carsten Schellnock überzeugt: „Medienkompetenz lernen Kinder nicht zu Hause, sondern in der Schule“. Wie die Schulen im Kreis Coesfeld auf diese Aufgabe vorbereitet sind, darüber informierte sich der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann im Medienzentrum des Kreises Coesfeld in Dülmen.

Fragen wie Internetsucht, Urheberrecht, Datenschutz oder Cybermobbing gehören in den Unterricht – „und dafür braucht es technische Ausstattung“, erklärten Schellnock und René Müller von der Dülmener Firma mynetworx. Ein Anliegen, für das sich auch die Politik einsetzt, wie Henrichmann versicherte. So fördere die Bundesregierung den Anschluss von Schulen ans Glasfasernetz und bringe eine Investitionsoffensive für Schulen auf den Weg, erklärte der CDU-Politiker.

In Dülmen tut sich in dieser Richtung schon einiges. „Gemeinsam mit der Politik haben wir über verschiedene Zielvereinbarungen Verbesserungen für die Dülmener Schullandschaft verabredet, die in den nächsten Jahren ein erhebliches Investitionsvolumen nach sich ziehen werden“, erklärte Klaus Ricker, Fachbereichsleiter Bildung. Der Kreis Coesfeld insgesamt ist in Sachen Digitalisierung bereits gut aufgestellt. „50 Prozent der Schulen sind hier ans Glasfasernetz angeschlossen, der Durchschnitt liegt bei gerade einmal 13 Prozent“, berichtete Schellnock. Auch in Dülmen soll es bald soweit sein. „Wir haben einen Ratsbeschluss, alle Schulen zeitnah mit Glasfaser zu versorgen“, betonte die CDU-Ratsfrau Annette Holtrup.

Technische Ausstattung ist das eine, das Know-how der Lehrerinnen und Lehrer das andere. Diese seien sehr offen für Fortbildungen, unterstrich Schellnock. Eine „gewisse Angst der Kollegen“ stellte die CDU-Stadtverordnete Gabriele Sondermann, selbst Sonderschullehrerin, fest, zumal der technische Fortschritt einen sehr individualisierten Unterricht erfordere. „Dieser Bereich sollte sehr früh in der Lehrerausbildung aufgegriffen werden“, folgerte sie.