Spannendes aus der ersten Reihe der Politik

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1. November 2021

Wie geht es weiter bei der CDU? Dazu hatten Schülerinnen und Schüler des Clemens-Brentano-Gymnasiums eine Fülle an Fragen an den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Foto: Büro Marc Henrichmann

Spannendes aus der ersten Reihe der Politik

Schüler diskutieren mit Henrichmann über die Wahl und die Oppositionsrolle

Dülmen. „Spannende Erkenntnisse aus der ersten Reihe der Politik“, das erwarteten Schülerinnen und Schüler des Clemens-Brentano-Gymnasiums vom Besuch des Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Enttäuscht wurden sie nicht: Der CDU-Politiker diskutierte eine Schulstunde lang offen über die Bundestagswahl, die Neuaufstellung seiner Partei und auch seinen persönlichen Antrieb, Politik zu betreiben.

Im Oktober war die Stufe Q2 auf Studienfahrt in Berlin gewesen. Ein spontanes Treffen im Reichstagsgebäude kam kurzfristig zwar nicht zustande – Henrichmann war zu der Zeit im Wahlkreis unterwegs. Dafür wurde das Gespräch nun in Dülmen nachgeholt. Dabei ging es direkt zur Sache. Ein Schüler thematisierte das Abschneiden bei der Bundestagswahl: „Wenn man nicht geschlossen auftritt, wird man nicht gewählt“, brachte es der Parlamentarier auf den Punkt. Das Wahlprogramm fand er gut, habe aber nicht verfangen. „Unsere Themen waren nicht genug sichtbar“, räumte er ein.

Was er denn von der CDU nun erwarte, fragte eine Schülerin. „Wir müssen uns um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern“, unterstrich Henrichmann. Interessiert zeigten sich die Schüler daran, wer denn aus seiner Sicht den CDU-Vorsitz übernehmen sollte. „Wir brauchen eine große Teamlösung“, meinte der Abgeordnete. Er werde sich deshalb genau ansehen, wen eine Kandidatin oder ein Kandidat mit ins Boot hole. „Nach wie vor werden Wahlen in der politischen Mitte gewonnen“, erklärte er mit Blick auf die künftige Ausrichtung seiner Partei.

Die Unionsfraktion wird nun eine komplett neue Rolle in der Opposition einnehmen. Ein „spannendes Arbeiten“ erwartete Henrichmann. „Wir werden genau schauen, was die Ampel macht“, kündigte er an. Erste Verwerfungen seien bereits erkennbar. Bloßes „Bashing“ zu betreiben, sei aber zu einfach. „Wir werden nicht nur aussprechen, wenn wir Entscheidungen für falsch halten. Wir werden zwingend dazu sagen, wie wir es besser machen würden.“

Ganz konkret sprach er die Frage an, wie die Projekte der künftigen Koalitionäre bezahlt werden sollte. Henrichmann warnte davor, Unternehmen steuerlich stärker zu belasten. Die seien ohnehin schon sehr gefordert: „Unternehmen sollen auf Klimaneutralität umstellen, steigende Energiekosten tragen und gute Arbeitsplätze schaffen.“ Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Wohlstand gehörten zwingend zusammen.