Signale stehen auf „Neuanfang“

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Keine Spur von Resignation: Marc Henrichmann traf mit Simone Schulz, Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Pfarrer Thomas Ring auf optimistisch gestimmte Gesprächspartner. Foto: Büro Marc Henrichmann

Signale stehen auf „Neuanfang“

MdB Henrichmann besucht die Jubi / Hoffnung auf Mitgliedervotum

Nordwalde. Ende November stand die evangelische Jugendbildungsstätte Nordwalde vor dem Aus – „eine Einrichtung von großer Bedeutung für die Gemeinde“, wie der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann unterstrich. Mittlerweile stehen die Signale klar auf „Neuanfang“. Wie es in der „Jubi“ weitergeht, darüber informierte sich der CDU-Politiker bei Bürgermeisterin Sonja Schemmann, dem kommissarischen Leiter Pfarrer Thomas Ring und Vorstandsmitglied Simone Schulz.

Auch weil im Innenausschuss ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf der politischen Bildung liegt, ist Henrichmann das Thema eine Herzensangelegenheit. „Ich freue mich über das Engagement in der Jubi, die jungen Menschen auch die Begegnung mit christlichen Werten ermöglicht“, erklärte er. Die Vermittlung dieser Werte stand allerdings mehr als nur auf der Kippe, als der Evangelische Kirchenkreis seinen Ausstieg aus der Finanzierung ab 2020 ankündigte.

Mittlerweile gibt es aber ein tragfähiges Konzept für die Zukunft, bei dem sich der Trägerverein auch Mitgliedern außerhalb der evangelischen Kirche öffnen soll. Darüber will der „Verein für evangelische Jugendhilfe“ als Träger der Jubi im Februar entscheiden. Wirtschaftlich stehen die Chancen gut. „Die Belegungszahlen sprechen für sich“, erklärte Bürgermeisterin Schemmann. 126 Betten zählt die Einrichtung, auf 15.000 Belegungstage kam sie 2018. Für dieses Jahr sind schon jetzt 17.000 Belegungstage fest gebucht. Schulen halten hier Tage religiöser Orientierung ab, auch Freiwilligendienste, das diakonische Werk oder das Deutsche Rote Kreuz nutzen die Räumlichkeiten.

Gute Kontakte zu strategischen Partnern“ lassen Pfarrer Ring optimistisch nach vorne schauen. In „überschaubaren Bauabschnitten“ solle das Haus auf den neuesten Stand gebracht werden. Großen Wert legt er darauf, dass die „Jubi“ behindertengerecht ist. „Wir sind NRW-weit die einzige Jugendbildungsstätte mit einem eigenen Arbeitsbereich Inklusion“, begründete er. Selbst nach den schlechten Nachrichten hätten die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „nie den Mut verloren“, erklärte Simone Schulz. Und auch Henrichmann zog anerkennend ein positives Fazit des Gesprächs: „Das klingt alles mehr nach Aufbruch als nach Stillstand“.