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Russland von Widerstand und Geschlossenheit überrascht

Online-Diskussion mit Hardt und Henrichmann zum Krieg in der Ukraine

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. „Jeden Tag erschrecken uns neue Nachrichten aus der Ukraine“, gibt der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann ein Gefühl wieder, das viele Menschen angesichts der russischen Aggression ergreift. Dementsprechend groß war die Resonanz auf eine Online-Diskussion mit Jürgen Hardt. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gab eine pessimistische Einschätzung: „Wahrscheinlich wird Russland die Ukraine komplett besetzen“, erwartete er. Befrieden könne Putin das Land aber nicht.

Hardt und Henrichmann berichteten zudem aus dem politischen Berlin. Bundeskanzler Scholz habe unter anderem angekündigt, die Bundeswehr zu stärken und in die Verteidigung zu investieren. „Er hat in der Sondersitzung des Bundestags eine Forderung der Union nach der anderen übernommen“, stellte Hardt fest. Das habe die Regierungsparteien überrascht, es rühre sich bereits Widerspruch. „Wir als Union werden dazu beitragen, dass der Plan des Kanzlers Realität wird“, unterstrichen die beiden CDU-Parlamentarier.

Ausführlich beschrieb Hardt die Völkerrechtsbrüche durch Putin. „Seine Generäle hatten einen leichten Sieg versprochen. Doch der Vormarsch stockt“, stellte er fest. Russland habe den Widerstand einer Bevölkerung, die sich hinter ihren Präsidenten und dem Parlament schare, unterschätzt. Unterschätzt wurden auch Geschlossenheit der westlichen Welt und der Rückhalt für die Ukraine, wie er in der Vollversammlung der UNO deutlich wurde. „Die Bestandsaufnahme im Kreml muss eine katastrophale sein.“ Die eigene Armee sei entzaubert worden, die Wirtschaft ruiniert, das Land isoliert und die Unruhe in der Bevölkerung wachse.

Auf lange Sicht werde Putin das politisch nicht überstehen. Im besten Fall ziehe jemand im Kreml kurzfristig den Stecker, „so hätte es in Sowjetzeiten funktioniert“. Im schlimmsten Fall erpresse Putin die Ukraine mit Atomwaffen, um den Widerstand zu brechen. Dass die Verhandlungen zwischen ukrainischen und russischen Delegationen den Konflikt befrieden, erwartet Hardt nicht. „Am Ende des Tages wird der amerikanische Präsident dem russischen Präsidenten eine Lösung anbieten, wie auch immer diese aussieht“, vermutete er.

bieten, wie auch immer diese aussieht“, vermutete er.