Qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland locken

Keine Zeit mit Papierkram verlieren
9. März 2021
Digitalisierung und Wohnformen der Zukunft
18. März 2021

Über gesetzliche Regelungen, Fachkräfte für Deutschland zu gewinnen, sprach der CDU-Arbeitskreis für Integration mit den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann und Alexander Throm. Screenshot: CDU

Qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland locken

CDU-Arbeitskreis für Integration diskutiert mit Bundestagsabgeordneten

Kreis Coesfeld. Deutschland braucht die qualifizierte Pflegekraft, ebenso wie den Softwareentwickler. Vor einem Jahr trat deshalb das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Der Arbeitskreis für Integration des CDU-Kreisverbands Coesfeld zog in einer Videokonferenz ein Zwischenfazit. Dazu geschaltet hatten sich der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und sein Fraktionskollege Alexander Throm. Er ist der zuständige Berichterstatter der Union. „Es ist ein gutes Gesetz geworden, um die Einwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten zu regeln“, unterstrich Throm.

Die Effekte sind spürbar, erklärte Throm und nannte Zahlen: So seien allein zwischen März und September 2020 rund 30.000 Visa erteilt worden – fast genauso viel wie im gesamten Jahr 2019, als noch das alte Recht galt. Und dies, obwohl Corona in vielen Branchen die Nachfrage nach Fachkräften vorübergehend drückte und Reisebeschränkungen galten.

Throm räumte ein, dass englischsprachige Länder für viele Fachkräfte attraktiver seien als Deutschland. Das liege an der niedrigeren Sprachbarriere. Allerdings gehe Kanada, dessen Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem immer wieder als Vorbild hervorgehoben sei, mittlerweile restriktiver vor. Ein Vorteil, den Deutschland und gerade NRW bieten, seien die Zentralen Ausländerbehörden. „Sie sind zentraler Ansprechpartner für Unternehmer und Bewerber“, erklärte Throm.

Das neue Gesetz schafft die Voraussetzung für eine gezielte und gesteigerte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Ländern außerhalb der EU. Dabei geht es um genau die Arbeitskräfte, die viele Unternehmen vor dem Hintergrund des großen Personalbedarfs und leerer Bewerbermärkte dringend benötigen. Der Weg zu der Regelung sei dabei lang gewesen, erklärte Throm. „Wir haben aber eine Balance gefunden zwischen den Vorstellungen der Innen- und der Arbeitsmarktpolitiker.“ Der CDU-Arbeitskreis für Integration will das Thema weiter im Blick behalten. Vor allem wünschten sich die Mitglieder bei der Novellierung des Gesetzes die ein oder andere Präzisierung.