Politische Einblicke aus erster Hand

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Nach der Berlinfahrt gab es für die Klasse 10d noch politische Einblicke aus erster Hand: Die Schülerinnen und Schüler diskutierten mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Foto:Büro Marc Henrichmann

Politische Einblicke aus erster Hand

Nach Berlin-Fahrt: Henrichmann diskutiert mit Schülerinnen und Schülern

Nordkirchen. Viel erlebt hat die Klasse 10d der Johann-Conrad-Schlaun-Schule aus Nordkirchen bei ihrer Berlin-Fahrt. Politische Infos und Einblicke aus erster Hand gab es dazu jetzt noch nachträglich: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann besuchte die Gesamtschule und berichtete dort den Schülerinnen und Schülern von seiner Arbeit in der Hauptstadt.

Einen umfangreichen Fragenkatalog hatte die Klasse dem CDU-Politiker vorab geschickt. Der lieferte zunächst die Antworten zu seinem Arbeitsalltag. Henrichmann beschrieb die Abläufe, die Sitzungen der Landes- und Arbeitsgruppen, der Fraktion und der Ausschüsse. Dass im Bundestag oft viele Plätze frei blieben, habe einen guten Grund: Denn Gesetzesentwürfe seien bereits zuvor von den Fachpolitikerinnen und -politikern in den Ausschüssen vorbereitet und in den Fraktionen diskutiert worden, erklärte er. „Als Innenpolitiker nehme ich deshalb an den Debatten meines eigenen Fachgebietes teil.“ Die übrige Zeit nutze er, sich in seine Themen einzuarbeiten – Henrichmann kümmert sich unter anderem um den Datenschutz.

Dann ließen die Schülerinnen und Schüler Frage auf Frage folgen. Zum Beispiel, was er von der AfD halte? „Das ist eine Partei, die null lösungsorientiert ist und nur von Ängsten lebt.“ Warum Digitalisierung in Schulen nicht noch schneller vorangehe? „Hier ist viel passiert, der Bund hat ungeheuer viel Geld zur Verfügung gestellt.“ Woran es aber meist fehle, seien klar geregelte Verantwortlichkeiten zwischen Bund, Ländern, Kommunen und anderen Trägern von Schulen und Kitas. „Viele haben zu große Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen“, stellte Henrichmann fest. Weniger Bedenken, mehr Mut wünschte er sich.

Auch auf die Klimaschutzziele sprach die Klasse den Abgeordneten an. Dass diese erreicht würden, da sei er „positiv optimistisch“. Das liege vor allem an den enormen technischen Fortschritten. Deutlich effizientere Photovoltaikanlagen oder saubere, mit Methanol angetriebene Autos seien zum Beispiel keine Zukunftsmusik. „Es reicht aber nicht, den CO2-Ausstoß nur in Deutschland zu senken“, Klimaschutz sei eine weltweite Aufgabe. So seien mehr als 1.000 Kohlekraftwerke in Asien und Afrika im Bau oder geplant. „Nur wenn wir Vorreiter bei Innovationen für saubere Energien werden, dann werden diese Kraftwerke hoffentlich nicht gebaut“, betonte Henrichmann.