Plus an Sicherheit nicht auf Kosten der Sportschützen

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Über die Änderungen des Waffenrechts informierte Marc Henrichmann gut 150 Sportschützen. Diese zeigten sich nach der Diskussion weit überwiegend zufrieden. Foto: Büro Marc Henrichmann

Plus an Sicherheit nicht auf Kosten der Sportschützen

MdB Marc Henrichmann: „Im Waffenrecht vieles erreicht“

Kreis Coesfeld. „Die Sicherheit verbessern und es den vielen verantwortungsvollen Sportschützen ermöglichen, weiterhin ihren Sport auszuüben“, das ist nach den Worten des Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann das Ziel des neuen Waffenrechts. Dass erste Entwürfe des Gesetzes, das Vorgaben der EU umsetzt, hieran Zweifel aufkommen ließen, räumte der CDU-Politiker jetzt in Coesfeld ein. Dorthin hatte der Westfälische Schützenbund zu einem Infoabend eingeladen. „Die sachlich begründeten Interessen der Sportschützen sind mittlerweile in den Beratungen berücksichtigt worden“, versicherte der Parlamentarier.

Etwa 850.000 organisierte Sportschützen gehen allein in Nordrhein-Westfalen ihrem Hobby nach, berichtete Hans-Dieter Rehberg, Präsident des Westfälischen Schützenbundes. Fast 150 von ihnen füllten den Brausaal im Brauhaus Stephanus bis auf den letzten Platz. Deren Sorgen kann Henrichmann nachvollziehen. Er bearbeitet für seine Fraktion das Thema Waffenrecht. In den vergangenen Monaten führte er intensive Gespräche sowohl mit den Betroffenen als auch mit dem Bundesinnenministerium und den Sicherheitsbehörden. Mit einigem Erfolg gerade in Fragen, die den Sportschützen besonders unter den Nägeln brennen.

Dazu zählt die umstrittene Bedürfnisprüfung, die für den Besitz einer Sportwaffe notwendig ist. Sie wurde deutlich überarbeitet. So soll nun klar geregelt werden, in welchen Abständen Prüfungen erfolgen. Zudem ist das notwendige Training nicht pro Waffe, sondern pro Waffengattung nachzuweisen. Auch Fragen zu Schalldämpfern, Nachtzieltechnik, Abfragen des Verfassungsschutzes und Waffenverbotszonen regelt das Waffenrecht. „Auf den Zielgraden“ sieht Henrichmann das Gesetzgebungsverfahren, noch im Dezember solle der Bundestag das Paket verabschieden. „Damit können wir leben“, zog Rehberg eine positive Bilanz nach einer regen Diskussion. „Bleiben Sie bei Ihrer Linie“, gab ein Zuhörer dem Abgeordneten noch mit auf den Weg.

Den „Scheibentoni“ gab es als Präsent für Marc Henrichmann (Mitte), überreicht durch Markus Bartsch vom Westfälischen Schützenbund, dessen Präsident Hans-Dieter Rehberg, Robert Garmeister vom Deutschen Schützenbund und Klaus Tacke (v.l.), Referent für Waffenrecht beim Westfälischen Schützenbund. Foto: Büro Marc Henrichmann