Mit Bio-Socken „made in Germany“ Kunden überzeugen

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Mit Funktionssocken will Matthias Kloppenborg (l.) neue Märkte erschließen, wie er Birgit Neyer und Marc Henrichmann erklärte. Foto: Büro Marc Henrichmann

Mit Bio-Socken „made in Germany“ Kunden überzeugen

MdB Henrichmann bei Kloppenborg in Laer / Thema Fachkräftemangel

Laer. Vor 90 Jahren begann die Firma Kloppenborg in Laer mit der Produktion solider Arbeitssocken, heute setzt sie mit der Marke „Hirsch Natur“ auf eine wachsende Kollektion von Naturtextilien. Nun nimmt das Unternehmen den Markt der Funktionssocken ins Visier, erfuhr der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann beim Firmenbesuch.

Geschäftsführer Matthias Kloppenborg führte neben dem CDU-Politiker auch Birgit Neyer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt), und CDU-Ratsherr Norbert Surmund durch die Produktion. Rund 800 Fachgeschäfte beliefert er deutschlandweit, nun sollen mit neuen Produkten auch Outdoorläden hinzukommen.

Unsere Sportsocken bestehen zu 93 Prozent aus Bio-Merinowolle“, berichtete Kloppenborg. Damit liegt er im Trend: „Bio“ und „Made in Germany“ seien zwei wichtige Verkaufsargumente. Auch der Standort passt: „In Laer können wir flexibel produzieren und sehr schnell auch kleine Mengen liefern“, betonte er. Schwierigkeiten bereitet es ihm allerdings, sein Team aus aktuell 39 Mitarbeitern aufzustocken. Fachkräfte findet er aktuell eher im Ausland, doch eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, dauere ein Jahr oder länger.

Dass damit auch andere Unternehmer zu kämpfen haben, weiß Henrichmann aus vielen Betriebsbesuchen in seinem Wahlkreis. Er machte aber deutlich, dass die Politik dran sei am Thema: Noch dieses Jahr werde ein Fachkräftezuwanderungsgesetz auf den Weg gebracht. Eine weitere wirtschaftsfreundliche Möglichkeit sah der CDU-Abgeordnete darin, dass Ausländerbehörden zumindest eine Duldung aussprechen könnten, wenn ein Arbeitsvertrag vorliege.