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Über Maßnahmen zum Insektenschutz im Kreis Coesfeld informierte sich Marc Henrichmann bei Landschaftsökologin Catharina Kähler und dem Wissenschaftlichen Leiter Thomas Zimmermann (v.r.) vom Naturschutzzentrum Coesfeld. Foto: Büro Marc Henrichmann

Mehr Beratung und weniger Bürokratie für Bauern

Henrichmann im Naturschutzzentrum: „Wir brauchen unsere Landwirte“

Kreis Coesfeld / Darup. Für erhebliche Unruhe unter den Landwirten sorgt die Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes. Dieses wurde im Kabinett beschlossen und geht nun ins Gesetzgebungsverfahren. „Wir dürfen auf keinen Fall bewährte Kooperationsmodelle zerschlagen“, ist auch der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann skeptisch. „Insektenschutz funktioniert nur mit, nicht gegen unsere Bäuerinnen und Bauern“, erklärt der CDU-Politiker. Nachdem der er mit Landwirten und Vertretern des landwirtschaftlichen Kreisverbandes gesprochen hatte, informierte er sich nun im Naturschutzzentrum für den Kreis Coesfeld in Darup darüber, was in der Region für den Schutz der Insekten getan wird.

Einen Vertragsnaturschutz, der Umweltschützer und Landwirte gemeinsam ins Boot holt, befürwortet auch Thomas Zimmermann, Geschäftsführer und Wissenschaftlicher Leiter des Naturschutzzentrums. Dieser könnte aus seiner Sicht noch deutlich besser angenommen werden – was aber häufig an „bürokratischen Zumutungen“ scheitere, wie er sagte. Der Agraringenieur hielt eine betriebliche Umweltberatung, die Landwirten die Bedenken nehme, für sinnvoll. „Die Biodiversitätsberatung gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer ist ein guter Ansatz“ meinte er.

Beratung und zusätzlich eine Entlastung bei bürokratischen Anforderungen befürwortete auch Henrichmann. Nach seiner Erfahrung wollen die Landwirte die Natur schützen. „Lebensräume müssen dazu vernetzt werden“, wünschte er sich einen Mix aus intensiver Bewirtschaftung, Waldrändern, Hecken und Uferrandstreifen. „Wir brauchen unsere Landwirte. Sie produzieren für uns hochwertige Lebensmittel“, unterstrich der Abgeordnete. Deswegen müssten sie für Flächen, die sie zugunsten des Naturschutzes nicht bewirtschaften könnten, auch entschädigt werden. „Naturschutz geht nur gemeinsam mit den Landwirten“, zeigte er sich überzeugt.