Lösung für Jagdwaffen-Schalldämpfer in Sicht

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Erwarten bald Rechtssicherheit für die Nutzung von Schalldämpfern für Jagdwaffen: der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann, der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer und Henning Otte (v.r.), Vorsitzender des CDU-/CSU-Arbeitskreises „Jagd, Fischerei und Natur“. Foto: Markus Flasche

Lösung für Jagdwaffen-Schalldämpfer in Sicht

Bundeseinheitliche Regelung schafft ersehnte Rechtssicherheit

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. Der Jägerschaft ist die Nutzung von Schalldämpfern ein wichtiges Anliegen. Nordrhein-Westfalen erlaubt sie seit 2017, doch eine bundeseinheitliche Regelung stand bisher aus. „Als CDU/CSU setzen wir uns für eine gesetzliche Klarstellung zum Schalldämpfer für Jagdwaffen ein“, erklärt dazu der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann, Berichterstatter für Waffenrecht im Innenausschuss. Und dies mit Erfolg: Der Bundestag wird demnächst mit dem Dritten Waffenrechtsänderungsgesetz für die lange ersehnte Klarheit sorgen.

Dafür haben sich auch die Abgeordneten des Arbeitskreises „Jagd, Fischerei und Natur“ der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion stark gemacht. „Schalldämpfer an Jagdwaffen nehmen lediglich die akustische Spitze des Mündungsknalls“, betont der Arbeitskreis-Vorsitzende Henning Otte. Statt 150 Dezibel seien nur etwa 130 Dezibel zu erwarten. „Dies schützt das Gehör von Jägern und Jagdhunden. Trotzdem bleibt der Schuss akustisch wahrnehmbar.“

Demnächst werde die europäische Feuerwaffenrichtlinie in nationales Recht umgesetzt, wodurch Jäger zukünftig keine Erlaubnis mehr für den Erwerb eines passenden Schalldämpfers für Langwaffen benötigen. „Damit beenden wir den landesrechtlichen Flickenteppich und schaffen eine bundeseinheitliche Regelung”, so Henrichmann und Otte.


Derzeit befinden sich das Waffenrechtsänderungsgesetz sowie die Waffenrechtsänderungsverordnung im Abstimmungsprozess zwischen den Ministerien. Henrichmann und Otte betonten im Gespräch mit dem zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär Stephan Mayer die gute Zusammenarbeit mit dem federführenden Bundesinnenministerium und hoffen auf eine Umsetzung noch in diesem Jahr.