Lebenshilfe startet mit Zuschuss in die Elektromobilität

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Mit Unterstützung des Bundes steigt die Lebenshilfe in die Elektromobilität ein. Darüber informierten sich Marc Henrichmann (2.v.r.) sowie Gaby Vogdt (3.v.l.) und Lennard Kasberg (r.) vom CDU-Gemeindeverband bei Ina Freifrau Droste zu Senden (l.) sowie Uwe Lucht und Uta Regenbogen vom Lebenshilfe-Vorstand. Foto: Büro Marc Henrichmann

Lebenshilfe startet mit Zuschuss in die Elektromobilität

Henrichmann setzt auf weiteren technologischen Fortschritt

Senden. Die Lebenshilfe in Senden ist künftig auch elektrisch unterwegs: Der Bund hat einen Zuschuss von 5.500 Euro für ein Elektroauto und den Aufbau der Ladeinfrastruktur bewilligt. Was genau der Verein mit den Mitteln aus Berlin plant, darüber informierte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. „Zwei Koordinatorinnen, die die Schulbegleitung organisieren, fahren bald mit einem Smart forfour zu Familien, Schulen und Behörden“, berichtete Geschäftsführerin Ina Freifrau Droste zu Senden dem CDU-Politiker.

Eine Aufgabe des gemeinnützigen Vereins Lebenshilfe Senden und Umgebung ist es, Kinder mit geistiger Behinderung und deren Familien beim Besuch von Förder- und auch Regelschulen zu unterstützen. Für die dafür notwendigen Fahrten sind die 120 Kilometer Reichweite, die der kleine Elektroflitzer schafft, ideal. Zusätzlich wird die Lebenshilfe auch eine Ladestation bestellen. „Für uns ist das der Start, um weg vom Benzinmotor zu kommen und so weniger CO2 auszustoßen“, erklärte der Vorsitzende Uwe Lucht.

Henrichmann freute sich, dass das Bundesprogramm dazu einen Beitrag leistet. 200 Millionen Euro werden insgesamt bis 2022 für das Flottenaustauschprogramm „Sozial & Mobil“ bereitgestellt. Gerade was Elektromobilität betrifft, erwartet der Abgeordnete weiteren technologischen Fortschritt. Ein Problem sei zum Beispiel noch die Produktion und das Recycling der Lithium-Ionen-Akkus, für die seltene Rohstoffe benötigt werden. „An einer Lösung wird gerade in der Region intensiv gearbeitet“, erklärte er mit Blick auf die Batterieforschung in Münster. Der Parlamentarier setzte aber auch auf Energieträger wie Wasserstoff oder synthetischen Sprit. Letzterer ermöglicht es, alte Fahrzeuge mit sauberem Kraftstoff einfach weiter zu nutzen – „das wäre am klimafreundlichsten“.

Und es muss auch nicht immer das Auto sein: „Das Fahrrad in den Köpfen stärker zu verankern“, wünschte sich die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Gaby Vogdt. Für Henrichmann ist die digitale Vernetzung von Bus, Bahn und Co. eine Zukunftslösung, mit sich ergänzenden Verbindungen und Tickets, einfach buchbar mit einer App. „Und auch hier gibt es schon einige Ideen und Projekte in der Region“, betonte er zum Beispiel mit Blick auf geplante oder schon gebaute Mobilstationen.