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Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (l.) und Gerhard Schmitz vom Kreiskomitee der Katholiken wollen miteinander im Gespräch bleiben. Foto: Büro Marc Henrichmann

Kirche und Politik wollen Dialog pflegen

MdB Henrichmann tauscht sich mit Vorsitzendem des Kreiskomitees aus

Nottuln. „Es gehört zum Grundauftrag der Kirchen und der Christen, für die Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben, Partei zu ergreifen“: Mit diesen Worten hatte das Kreiskomitee der Katholiken in einer Presseerklärung auf einzelne kritische Stimmen reagiert, nach der sich Kirche zu sehr in Politik einmische. Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann hatte umgehend auf das Schreiben geantwortet. Nun traf er sich in Nottuln auch persönlich mit Gerhard Schmitz, dem Vorsitzenden des Kreiskomitees.

Ich begrüße das Engagement der Kirchen“, hatte der CDU-Politiker in seiner Antwort geschrieben, und dies bekräftigte er gegenüber Schmitz. Der Dialog mit der Kirche sei erwünscht, „dazu gehören auch Diskussionen“, unterstrich Henrichmann. Trotz gelegentlicher Kontroversen: In vielen Fragen sprechen Union und Kirche mit einer Stimme. Zum Beispiel bezog das Kreiskomitee, das 40.000 Katholiken im Kreis Coesfeld vertritt, deutlich Stellung gegen Antisemitismus. „Dazu können wir als Christen nicht schweigen“, erklärte Schmitz. „Es ist unsäglich, wenn Demonstranten israelische Fahnen verbrennen“, ergänzte Henrichmann.

Ausführlich ging es um den Schutz des Lebens, vor allem um aktive Sterbehilfe und Schwangerschaftsabbrüche. Kritisch sah Henrichmann Überlegungen, das Werbeverbot für Abtreibungen aufzuheben. „Dies ist ein Einfallstor für eine grundlegende Debatte darüber, wer über das Leben entscheidet“, warnte er vor weiterreichenden Folgen.