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Keine Zusatzkosten für alte Photovoltaik-Anlagen

Henrichmann lädt Bürger zum Videochat rund ums EEG ein

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt / Berlin. Aktueller ging es kaum: Während der Wirtschafts- und Finanzausschuss noch über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) beriet, traf sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in seinem Berliner Büro zur Videokonferenz mit Bürgerinnen und Bürgern aus seinem Wahlkreis. Als Betreiber von Photovoltaikanlagen oder Mitglieder von Klimagruppen hatten sie eine Menge Fragen. Die beantwortete der CDU-Politiker mit Hilfe seines Fraktionskollegen Carsten Müller, der sich kurz darauf aus dem Sitzungssaal zuschaltete. Der Energie-Experte berichtete aus dem Ausschuss ganz frisch von den Beschlüssen zum EEG.

Eine Fülle von Bürgeranfragen haben ich in den vergangenen Wochen zum Thema EEG erhalten“, berichtete Henrichmann. Antworten darauf gab es per Mail – und in einer persönlichen Fragerunde, zu der sich der Innenpolitiker die Unterstützung seines Fachkollegen holte. „Bis zur letzten Sekunde“ seien noch Änderungen in das technisch wie juristisch komplexe Regelungswerk eingebracht worden, erklärte dieser. Auch darüber berichtete Müller ausführlich im Videochat.

Viele Bürger beschäftigte vor allem die Frage, was mit ihren alten Photovoltaikanlagen geschehen soll, wenn nach 20 Jahren die staatliche Förderung ausläuft. Eine Anschlussförderung könne es nicht geben, erklärte Müller. Er hatte aber eine gute Nachricht aus dem Ausschuss mitgebracht: „Diese Anlagen können weiterbetrieben werden, ohne zusätzliche Bürokratie oder Extra-Kosten“. So habe die Union eine „Smart Meter-Pflicht“ für Bestandsanlagen bis zu einer bestimmten Größe abgewendet. Nur in neue Anlagen werde ein solcher intelligenter Strommesser eingebaut, die die Netze intelligent steuern.

Die Gesprächsrunde stieg tief in Details zu Windkraft und Photovoltaik ein, Innovationsanreize und die Eigennutzung von Strom waren Themen. „Das neue Videoformat, Bürger und Experten zum direkten Austausch zusammenzubringen, hat sich bewährt“, bilanzierte Henrichmann. Als das EEG dann heute (17. Dezember) Vormittag verabschiedet wurde, waren die Teilnehmer auf jeden Fall auf dem allerneuesten Stand. „Das Gesetz verbindet den Ausbau erneuerbarer Energien mit bezahlbarer Energie und sicherer Stromversorgung“, erklärte der Abgeordnete.