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Impfkampagne nimmt spürbar an Fahrt auf

Henrichmann nach Bund-Länder-Gipfel: „Infektionszahlen müssen runter“

Berlin / Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. Auch in der CDU/CSU-Fraktion habe es am Dienstagabend „einige kritische, aber konstruktive Stimmen“ zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde am Montag gegeben, berichtet der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Dass in der heute (24. März) einberufenen Videoschalte der Kanzlerin mit den Länderchefs die sogenannte „Osterruhe“ zurückgenommen wurde, hält er auch deshalb für richtig. Allerdings sei diese Diskussion ein Nebenschauplatz. „Entscheidend ist: Die Infektionszahlen mit der hoch aggressiven Virusmutation sind viel zu hoch und müssen runter“, unterstreicht er.

Die Impfkampagne nehme spürbar an Fahrt auf. Allein für April haben die Hersteller voraussichtlich mehr als 15 Millionen Impfdosen zugesagt. Bis Ende Juni stünden 65 Millionen Dosen zur Verfügung. Nach Ostern beginne BioNTech/Pfizer in Marburg mit der Impfstoff-Produktion, „die in Rekordgeschwindigkeit genehmigt wurde“. Trotz der großen Herausforderungen für Familien und Unternehmen: „Das Licht am Ende des Tunnels wird heller. Ständig von Katastrophen und von Versagen zu sprechen, ist bei allen Unzulänglichkeiten völlig überzogen“, betont der Parlamentarier.

Apps zur digitalen Nachverfolgung von Kontakten, Tests und Hygiene- und Abstandsregeln hält Henrichmann für wichtige Bausteine der Anti-Corona-Strategie. Die Bundesländer haben gemeldet, dass ausreichend Tests zur Verfügung stehen. Schnelltests seien in den Kreisen Coesfeld und Steinfurt mittlerweile flächendeckend möglich. Er mahnt aber zur Vorsicht. Das Beispiel Österreich, wo die Intensivbetten schon wieder zu 75 Prozent ausgelastet seien, zeige, dass das Testen kein Allheilmittel sei. Auch in Deutschland seien zum Wochenstart allein an einem Tag mehr als 100 weitere Intensivbetten belegt worden, vor allem mit Corona-Patienten im Alter von 50 bis 70 Jahren. „Wir müssen weiterhin alles daran setzen, unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen“, folgert der Abgeordnete.