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Ins Gespräch mit Schülerinnen und Schülern kam Marc Henrichmann beim Besuch des Infomobils des Bundestags. Dieses steht noch bis Mittwoch in Coesfeld. Foto: Büro Marc Henrichmann

Hintergründe aus allererster Hand

Marc Henrichmann diskutiert mit Schülern im Bundestags-Infomobil

Coesfeld. Was eigentlich macht ein Bundestagsabgeordneter? Warum tippen viele Politiker während einer Plenarsitzung auf ihrem Smartphone? Und wie wird man überhaupt Mitglied des Bundestags? Auf diese und andere Fragen gibt noch bis einschließlich Mittwoch Antworten auf dem Coesfelder Marktplatz. Dort steht derzeit das Infomobil des Deutschen Bundestags. Zum Auftakt am Montag lieferte zudem mit Marc Henrichmann der direkt gewählte Parlamentarier aus dem Wahlkreis Coesfeld / Steinfurt II spannende Eindrücke und Hintergründe aus erster Hand.

Klassen des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs und der Liebfrauenschule in Coesfeld sowie Klassensprecher der Ludgeri-Grundschule aus Lüdinghausen nutzten als erste das umfangreiche Informationsangebot und kamen mit dem CDU-Politiker ins Gespräch.

Henrichmann beschrieb zunächst den Ablauf einer Arbeitswoche in Berlin, die gespickt ist mit Sitzungen der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, der CDU-/CSU-Fraktion, des Innenausschusses und natürlich des Bundestags. Dass hier so mancher Parlamentarier scheinbar mehr Aufmerksamkeit dem Handy als den Redebeiträgen schenkt, habe einen guten Grund, verriet der heimische Abgeordnete. „Ich tausche mich ständig zum Beispiel mit meinem Team aus“, erklärte er. Denn während der laufenden Sitzung werde auch recherchiert, wie genau es mancher Redner mit den Fakten nehme. Versorgt mit diesen Informationen, seien sachliche Nachfragen besser möglich.

Manche Zwischenrufe fallen allerdings sehr emotional auf, war den Schülern aufgefallen. Auch das hat seinen Sinn: „So kommt ins Protokoll, wenn Behauptungen den Kern meiner demokratischen Ansichten berühren und nicht unwidersprochen bleiben sollen“, erzählte Henrichmann, der einräumte, dass mit dem Einzug der AfD ins Parlament das politische Klima „rauer und zum Teil respektlos“ geworden sei.

Auch durch viele Hintergrundgespräche kommt der CDU-Politiker in Berlin locker auf eine 80 Stunden-Woche. Ausgefüllt ist auch die sitzungsfreie Zeit, in der er viele Termine im Wahlkreis wahrnimmt. Die Gespräche mit den Menschen vor Ort sind ihm, der über die Kommunal- zur Bundespolitik gekommen ist, besonders wichtig: „Hier kann ich helfen, konkrete Probleme zu lösen oder zumindest an die richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten“.