Henrichmann macht Westfleisch zum Thema im Bundestag

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Henrichmann macht Westfleisch zum Thema im Bundestag

Fragestunde mit der Kanzlerin zu Lockerungen in der Corona-Krise

Berlin / Kreis Coesfeld. Deutlich hat der Abgeordnete Marc Henrichmann heute (13. Mai) im Bundestag seinem Ärger über die Verfehlungen bei Westfleisch Luft gemacht. Bei einer Befragung der Bundesregierung wandte sich der CDU-Politiker direkt an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ihm ging es dabei um die weiteren Lockerungen im Zuge der Corona-Krise im Kreis Coesfeld.

Konkret sprach Henrichmann die Kanzlerin auf die Vereinbarung zwischen ihr und den Länderchefs an. Demnach können bei einem klar einzugrenzenden Infektionsgeschehen die Beschränkungen auf die betroffene Einrichtung begrenzt bleiben. Gemeint seien damit vor allem Pflegeheime und Krankenhäuser. „Ist daran gedacht worden, dies auf Unternehmen auszudehnen?“, erkundigte sich der heimische Parlamentarier.

Ausdrücklich bestätigte Angela Merkel die Sichtweise Henrichmanns, nach der auch Betriebe als „Einrichtung“ im Sinne der Vereinbarung anzusehen sind. Die Kanzlerin schränkte aber ein, dass im Falle von Westfleisch das Infektionsrisiko durch die Unterbringung von Mitarbeitern an verschiedenen Orten breiter gestreut sei. Daher müssten die Lockerungen auf bestimmte Zeit ausgesetzt bleiben. Sie lobte aber auch das „sehr entschiedene Vorgehen“ der Landesregierung und des Kreises.

Zuvor hatte Henrichmann noch einmal Westfleisch scharf kritisiert. „Durch seine Verfehlungen hat ein Unternehmen die Disziplin der Menschen mit Füßen getreten“, erklärte er im Parlament. Dadurch, dass die Infektionszahlen in die Höhe geschossen seien, guckten nun Unternehmer, Gastronomen und Landwirte in die Röhre. Er äußerte die Erwartung, dass die Quarantäne nun knallhart durchgesetzt und auch über die Unterkünfte gesprochen werde.