Große Bereitschaft, sich immunisieren zu lassen

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Darüber, wie es beim Impfen in Senden vorangeht, informierte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei der Ärztin Elena Hannig und Holger Bothur (l.) von der Gemeinde Senden. Foto: Büro Marc Henrichmann

Große Bereitschaft, sich immunisieren zu lassen

Henrichmann im hausärztlichen Impfzentrum: „Produktion zieht an“

Senden. Die Impfkampagne läuft auf vollen Touren. Dass das so ist, liegt auch am Engagement jener Hausärzte in Senden, die gemeinsam in der Steverhalle ein Impfzentrum aufgebaut haben. Über deren Erfahrungen informierte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann vor Ort. „Die Bereitschaft, sich gegen Corona immunisieren zu lassen, ist hoch“, schilderte der CDU-Politiker seinen Eindruck, den die Ärztin Elena Hannig bestätigte. Ihr ist vor allem eine verlässliche Versorgung mit Impfstoffen wichtig. Und sie wünscht sich einen Schub bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Eine Schlange hat sich vor der Steverhalle gebildet. „20 Minuten, länger dauert die Wartezeit nicht“, versichert Elena Hannig. Dann bekommt jeder seinen Pieks. „Bis zu 200 Leute in vier Stunden können wir impfen“, erklärt sie. Werden geringere Mengen an Impfstoffen angekündigt als bestellt, könne das Ärzteteam damit gut umgehen. „Schwieriger wird es, wenn bereits angekündigte Mengen dann doch nicht kommen“, berichtet sie: ein Aspekt, den Henrichmann bei den Gesundheitspolitikern in Berlin ansprechen wird. Den Parlamentarier stimmt optimistisch, dass die Produktion der Vakzine ganz erheblich anzieht. „Bis Ende des Jahres erwarten wir mindestens über 271 Millionen Impfdosen“, erklärt er.

Aufklärungsarbeit müsse sie, vor allem bei Älteren, für AstraZeneca leisten, berichtet die Ärztin. „Dabei ist das ein sehr guter Impfstoff“, betont sie. Kaum jemanden müsse sie aber generell davon überzeugen, dass ein Corona-Schutz sinnvoll ist. Die möglichen schweren Folgen einer Infektion haben sich herumgesprochen. Aus ihrer Praxis kennt sie dramatische Fälle. Zum Beispiel den einer jungen Patientin, die ihre Eltern und eine weitere Verwandte ansteckte und dadurch verlor. Oder den einer Frau, kaum 30, die drei Monate auf der Intensivstation lag. „Corona ist keine Grippewelle, die irgendwann vorbei ist“, unterstreicht Elena Hannig die Gefährlichkeit des Virus.

Was ihr eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten erleichtern würde, wäre ein besserer Datenaustausch mit Krankenhäusern. „Aus Datenschutzgründen“ könne sie nicht auf alle benötigte Informationen zugreifen. Ein Problem, gegen das Henrichmann aktuell bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung angeht. „Regeln des Datenschutzes müssen pragmatisch ausgelegt werden“, fordert der Abgeordnete auch für diesen Bereich.