Gottesdienste unter Voraussetzungen wieder zulassen

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Auch in Coesfeld sollten bald wieder Gottesdienste gefeiert werden können - wenn der Gesundheitsschutz gewährleistet ist. Foto: Büro Marc Henrichmann

Gottesdienste unter Voraussetzungen wieder zulassen

Henrichmann: Gesundheitsschutz beim Kirchgang sicherstellen

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. „Gläubige sollten so schnell wie möglich wieder Gottesdienste feiern können, sofern dies gesundheitlich vertretbar ist“: Der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann spricht sich dafür aus, religiöses Leben Schritt für Schritt wieder zu ermöglichen. „Wichtigste Voraussetzung dafür bleibt aber, dass wir das Infektionsrisiko mit dem Corona-Virus nicht erhöhen“, unterstreicht der CDU-Innenpolitiker.

Für Henrichmann ist entscheidend, dass es kein Nachlassen beim Gesundheits- und Infektionsschutz gibt. „Wir dürfen das bisher Erreichte unter keinen Umständen gefährden“, betont der Parlamentarier. Dies sei aber in vielen Kirchen im Münsterland zu gewährleisten, ist er überzeugt. Nach seinen Informationen bereitet unter anderem das Bistum Münster Maßgaben für die Verantwortlichen vor Ort vor, wie die erforderlichen Abstands- und Hygienevorgaben eingehalten werden können.

Der CDU-Politiker hebt zudem hervor, wie kreativ sich viele Gemeinden in der Corona-Krise zeigen, um geistliches Leben aufrecht zu erhalten. Dazu zählt er religiöse Impulse, die online gestellt werden. Auch zum persönlichen Gebet seien die Kirchen stets offen geblieben. Dieses Angebot werde von den Gläubigen sehr gut angenommen, was das Bedürfnis der Menschen nach Halt, Orientierung, aber auch Begegnung zeige. „Es wäre gut, nun wieder echte Gemeinschaft erleben zu können – wenn auch auf Distanz und mit Maskenpflicht“, meint Henrichmann.

Wie der Parlamentarier berichtet, wird das Bundesinnenministerium einen Vorschlag erarbeiten, wie und unter welchen Voraussetzungen religiöses Leben Schritt für Schritt wieder zugelassen werden kann. Diese Empfehlung wird abgestimmt mit den Ländern und basiert auf Konzepten der Kirchen und Religionsgemeinschaften. Der Vorschlag soll bei der nächsten Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder am 30. April vorgelegt werden.