Geschichten aus einem gespaltenen Land

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Zwei junge USA-Kenner, Sarina Hohmann aus Olfen und Frederik Grabenschröer aus Darup, berichteten Marc Henrichmann von ihren Erlebnissen in einem gespaltenen Land. Screenshot: Büro Marc Henrichmann

Geschichten aus einem gespaltenen Land

Austauschschüler berichten Henrichmann über USA: Angst und Hoffnung

Olfen / Darup. Recht eigentümliche Geschichten aus Amerika hörte jetzt der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Da war von Vorstadt-Bewohnern die Rede, die nachts dem Nachbarn die Wahlplakate aus dem Vorgarten stehlen. Oder vom Heiratsantrag, der auf einem Gewehrkolben graviert wurde. Sarina Hohmann aus Olfen und Frederik Grabenschröer aus Darup berichteten dem CDU-Politiker von ihren bemerkenswerten Eindrücken in den USA – einem tief gespaltenen, aber auch „großartigen Land“, wie sie betonten.

An politischen Analysen zur Präsidentschaftswahl fehlt es nicht. Dieses Bild wollte Henrichmann komplettieren: durch Erlebnisse zweier junger Leute aus seinem Wahlkreis mit ganz eigenen USA-Erfahrungen. Sarina Hohmann verbrachte ein Jahr als Stipendiatin des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) im Staate New York, Frederik Grabenschröer aus Darup war Austauschschüler in Minnesota. Das liegt schon etwas zurück, doch die Kontakte über den großen Teich pflegen beide noch sehr regelmäßig.

Und so berichtete Sarina Hohmann aus erster Hand von ihrer Gastfamilie, die den Demokraten nahe steht. „Das Thema Trump wurde in der Schule eher gemieden, um Konflikten aus dem Weg zu gehen“, erinnerte sie sich an ihre Zeit in der High School. Denn die Meinungsunterschiede seien groß. In ihrer Gastfamilie herrschte vor der Wahl eine Mischung aus Hoffnung und Angst, dass Trump wiedergewählt werden könnte – „Angst vor weiteren Angriffen auf die Demokratie, denn Trump hält sich nicht an demokratische Spielregeln“.

Angst stellte auch Frederik Grabenschröer fest, allerdings aus ganz anderen Gründen. „Überzeugte Republikaner fürchten, dass sich die USA unter den Demokraten kolossal ändern“, berichtete er. Auf dem Land seien die Menschen skeptisch gegenüber einem Staat, der Einfluss nimmt auf ihr persönliches Leben. Auf Biden komme nun die schwierige Aufgabe zu, Amerika wieder zu einen. Ein gesellschaftliches Klima, in dem diskutiert werde ohne Hass, das wünschten sich die beiden ehemaligen Austauschschüler. „Ich hoffe, dass das klappt. Denn die USA sind ein großartiges Land mit großartigen Menschen“, betonte Frederik Grabenschröer.