Für sauberes Trinkwasser an einem Strang ziehen

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Um diese Messstelle, vorne rechts zu sehen, geht es: Sie liefert nach Ansicht von Michael Muhle und Michael Holz zweifelhafte Ergebnisse, wie sie Marc Henrichmann (v.l.) berichteten. Foto: Büro Marc Henrichmann

Für sauberes Trinkwasser an einem Strang ziehen

Ortstermin Seppenrader Landwirte mit MdB Marc Henrichmann

Seppenrade. Sauberes Trinkwasser und eine zeitgemäße Landwirtschaft passen zusammen. Davon ist Marc Henrichmann überzeugt. Der heimische Bundestagsabgeordnete kennt die Sorgen vieler Bürger um das Lebensmittel Nummer eins. „Die Wasserwerke melden niedrige Nitratwerte“, betont er zwar. Dennoch gebe es auch im Kreis Coesfeld Messstellen, bei denen Nitrat-Grenzwerte überschritten werden. Dazu zählt ein Messpunkt in Seppenrade, wo sich der CDU-Politiker jetzt vor Ort informierte.

Landwirt Michael Muhle hatte eine Karte mitgebracht. Vom Kanal bei Lüdinghausen bis hoch nach Dülmen erstreckt sich ein roter Bereich. Was der Plan nicht verrät: Von den vier Messstellen in diesem Abschnitt lieferten drei gute Werte, betonte er. Dass es in Seppenrade anders aussieht, liegt nach Meinung der örtlichen Landwirte am Standort des Messpunktes. Ein sehr hoher Grundwasserpegel, die direkte Lage am Wald und Altlasten eines benachbarten Grundstücks beeinflussten die Werte. „Das hat aber mit der heutigen Landwirtschaft nichts zu tun“, unterstrich Muhle.

Henrichmann hielt es, wie die Landwirte, für sinnvoll, das Netz der Messstellen und die Messstellen selbst zu überprüfen. „Für sauberes Wasser brauchen wir unsere Landwirtschaft“, sprach er sich für gemeinsame Anstrengungen aus. Die Bauern vor Ort, von denen viele als Eigenversorger selbst Trinkwasser aus dem Umkreis des Messpunktes schöpfen, nehmen ihre Verantwortung sehr ernst: „Viele Vorgaben der aktuellen Düngeverordnung sind sinnvoll und werden von uns schon seit Jahrzehnten praktiziert“, betonte Michael Holz.

Dass nun aber eine Verordnung verschärft werden solle, die gerade erst zwei Jahre alt sei, bereite dem ganzen Berufsstand Sorgen. „Die alte Düngeverordnung kann noch gar nicht ihre Wirkung entfaltet haben“, meinte Marcus Engbert, Vorstandsmitglied des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Seppenrade.