FÜR erfolgreichen Mittelstand

FÜR gute Arbeit
23. März 2017
Unsere mittelständischen und familiengeführten Betriebe sind das wirtschaftliche Rückgrat dieser Region. Sie übernehmen Verantwortung für Mitarbeiter und unsere Heimat.

Unsere mittelständischen und familiengeführten Betriebe sind das wirtschaftliche Rückgrat dieser Region. Sie übernehmen Verantwortung für Mitarbeiter und unsere Heimat. Sie schaffen gute Arbeitsplätze. Sie haben den Blick auf Nachhaltigkeit und die nächsten Generationen gerichtet.

Wer ein Muster für “soziale Marktwirtschaft” und echte “Sozialpartnerschaft” sucht, findet es ganz oft in den Familien- und Inhaberbetrieben unserer Region. Bei familiären Engpässen oder persönliche Schicksalen werden unbürokratische und menschliche Entscheidungen getroffen. Hiervon profitieren Unternehmer und Mitarbeiter gleichermaßen. Viele große Konzerne und Institutionen können sich hiervon eine Scheibe abschneiden.

Während einige Großkonzerne in der Wirtschaftskrise 2008/2009 mit Blick auf Zahlen und Bilanzen als erstes bei den Mitarbeitern den Rotstift ansetzten, hat unser Mittelstand das wirtschaftliche Tal gemeinsam mit den Mitarbeitern durchschritten und somit auch soziale Verantwortung übernommen.

Aber jeden Tag machen der Fachkräftemangel und insbesondere zunehmende bürokratische Auflagen und überbordende Kontroll- und Dokumentationspflichten den kleinen Mittelständlern mehr zu schaffen.

Der “kleine” Handwerksmeister, der Gastronom oder der Dienstleister – ohne große Rechts- oder Personalabteilung – erledigt seine “Buchhaltung” häufig nach Feierabend oder am Wochenende. Jede neue behördliche Auflage kostet also Arbeits- und/oder Freizeit. Ich halte es hier mit dem Philosophen Charles Baron de Montesquieu, der sinngemäß sagte: “Wenn es nicht unbedingt nötig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es unbedingt nötig, kein Gesetz zu machen”.

Ob in der Land- und Forstwirtschaft, im Handwerk, im Dienstleistungssektor oder dem produzierenden Gewerbe: Staatliche Regelungs- und Kontrollwut sorgt für Verdruss, verzögert Genehmigungsverfahren und Entscheidungen und sorgt für Wettbewerbsverzerrungen. Dies trifft zuallererst die kleiner strukturierten Mittelständler. Und das sind eben diejenigen Betriebe, die unsere Region so wirtschaftlich stark gemacht haben und in der Regel vorbildlich arbeiten. Mögliche Existenzgründer und Betriebsübernehmer werden so nachhaltig abgeschreckt, selbst Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeiter zu übernehmen.

An erster Stelle muss für die Politik das Vertrauen in Menschen und Mittelstand stehen. “Schwarze Schafe” gehören natürlich – egal wo – aussortiert. Aber eine Politik, die durch Misstrauen geprägt ist von vornherein jedem unterstellt, er sei ein “schwarzes Schaf”, schadet allen und ist mit mir nicht zu machen!

Wer Mut zeigt und (wirtschaftliche) Verantwortung übernimmt, der ist zunächst einmal ein Leistungsträger dieser Gesellschaft. Und der verdient zuallererst gesellschaftlichen Respekt und politische Unterstützung! Dies gilt gerade heute, wo wir in Zukunftsbereichen, wie bei Energieerzeugung oder Verkehr/Mobilität, Gründer- und Pioniergeist dringender brauchen als je zuvor.

Ich stehe für eine Politik des Vertrauens, die Mut und Gründergeist der Mittelständler fördert. Eine Politik, die unsere mittelständischen Betriebe eng verzahnt mit Schulen, Berufsschulen, Universitäten und Forschung. Eine Politik, die die Stärken des ländlichen Raumes und seiner Menschen bündelt.