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Über das Mobilitätskonzept der Gemeinde informierte sich Marc Henrichmann bei Dietmar Bergmann und Bernd Tönning (v.r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Erste Mobilstation geht bald an den Start

Henrichmann in Nordkirchen: „Erreichbarkeit eine Zukunftsfrage“

Nordkirchen. Damit das Leben auf dem Land attraktiv bleibt, braucht es gute Verkehrsanbindungen. „Dies ist eine Zukunftsfrage für unsere Region“, betont der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Nordkirchen sieht er als eine Gemeinde, die hier vorangeht. Bürgermeister Dietmar Bergmann und Kämmerer Bernd Tönning brachten den CDU-Politiker jetzt auf den neuesten Stand des Mobilitätskonzepts. Das sorgt für schnelle Wege Richtung Münster sowie ins Ruhrgebiet und vernetzt auch die Ortsteile miteinander. Schon Ende Mai soll die erste von vier Mobilstationen fertiggestellt sein.

Öffentlicher Personennahverkehr, Carsharing, E-Bikes, Lastenräder und E-Scooter sollen die Menschen in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle mobil halten. Der Bund fördert Modellprojekte, zum Beispiel für On-Demand-Verkehre und für die Entwicklung attraktiver Fahrpreis-Tarife. Henrichmann sicherte seine Unterstützung in Berlin zu, wenn die Gemeinde diese oder ähnliche Töpfe anzapfen möchte.

Eine App soll alle Mobilitätsangebote miteinander verbinden und einfach zugänglich machen. Hier profitiert Nordkirchen von einer Einrichtung vor Ort: Ein Unternehmer aus dem digitalCampus programmiert die Anwendung, die nach Ostern ihren ersten Praxistext bestehen soll. Dann deponiert die Gemeinde in einem Wohngebiet mit größerer Entfernung zu den Supermärkten ein Lastenfahrrad, das per App gebucht werden kann. „Wir stimmen uns bei der App mit den Nachbarkommunen ab“, erklärte Bergmann. Mobilität soll nicht an der Gemeindegrenze enden.

Wir sollen digitale Dienstleistungen anbieten“, gab Tönning die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Gemeinde wieder. Um eine Reihe dieser Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, müssten sich Bürger online eindeutig identifizieren können. Hier sei die Politik schon weit, berichtete Henrichmann. Das Registermodernisierungsgesetz, an dem der Abgeordnete maßgeblich mitgearbeitet hat, leistet genau das: Verwaltungen können vorhandene Daten miteinander austauschen, die deshalb nicht immer neu erfasst werden müssen. „Das spart Behördengänge und Formulare“, erklärte der Parlamentarier. Den dafür notwendigen Identitätsnachweis gebe es bereits: „Wir wollen die bekannte Steuer-ID dafür nutzen“, berichtete er. Dies beschleunige die Digitalisierung der Verwaltung nicht nur in Nordkirchen.