„Entschlossen alles für den Stopp des Angriffskriegs tun“

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„Wir müssen die Ukraine entschlossen unterstützen“, betonte der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (l.) gegenüber Botschafter Andrij Melnyk im Anschluss an die Rede des ukrainischen Präsidenten.

Entschlossen alles für den Stopp des Angriffskriegs tun“

Henrichmann: Eindrucksvolle Selenskyj-Rede / Ablauf war „mehr als peinlich“

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt / Berlin. Tief beeindruckt hat sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann von den Worten des ukrainischen Präsidenten im Deutschen Bundestag gezeigt. „Die Ukraine verteidigt tapfer ihre Freiheit und die Freiheit Europas gegen einen brutalen Aggressor“, betonte der CDU-Politiker. „Wolodymyr Selenskyj hat deutlich die historische Verantwortung Deutschlands herausgestellt, seinem Land in diesem Kampf beizustehen“, erklärte er.

80 Jahre nach dem deutschen Überfall fielen erneut Bomben und Raketen auf ukrainische Städte. Diesmal zerstöre Russland alles, was die Ukraine aufgebaut habe, erklärte Selenskyj. Henrichmann konnte deshalb die erkennbare Entrüstung des Präsidenten über späte Sanktionen und das viel zu lange Festhalten an Nord Stream 2 nachvollziehen. „Umso mehr gilt es jetzt, entschlossen alles für einen sofortigen Stopp des russischen Angriffskriegs zu tun“, unterstrich der Bundestagsabgeordnete. Beeindruckt zeigte er sich auch darüber, dass Selenskyj nicht vergaß, den vielen Deutschen zu danken, die derzeit helfen.

Unwürdig fand Henrichmann den Rahmen der Rede, der keine Regierungserklärung oder Aussprache folgte. „Ich dachte, nach den 5000 Helmen für die Ukraine könnte man sich nicht noch mehr schämen“. Und dann gehe der Bundestag nach dem eindringlichen Appell des ukrainischen Präsidenten ohne ein Wort des direkt angesprochenen Bundeskanzlers nahtlos zur Tagesordnung über – inklusive Glückwünsche zu Geburtstagen und Wahlen zu Gremien. „Das war absolut unangemessen und mehr als peinlich“, ärgerte sich der Parlamentarier.