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Einmaliger historischer Ort am Rande Lettes

Bundestagsabgeordneter Henrichmann besuchte mit den
Landtagsmitgliedern Korth und Panske Barackenlager und Heidefriedhof

 

Lette. Mit einem Lern- und Gedenkort möchte der Verein „Denkmal Barackenlager Lette“ an
eine außergewöhnliche historische Stätte erinnern. Dank des gut erhaltenen Zustands ist das
denkmalgeschützte, in der NS-Zeit errichtete Barackenlager Lette einmalig im Münsterland
und weit darüber hinaus. Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann sowie die
Landtagsmitglieder Wilhelm Korth und Dietmar Panske waren jetzt vor Ort, um sich über
Pläne und Ideen des Vereins zu informieren.

 

Sehr beeindruckt zeigten sich die drei CDU-Politiker. Vor allem begrüßte Henrichmann, dass
sich junge Menschen hier mit der Geschichte auseinandersetzen. Zum Beispiel hatten
Schüler des Pictorius-Berufskollegs Entwürfe für die Gedenkstelen auf dem benachbarten
Heidefriedhof angefertigt. Henrichmann will die Arbeit des Vereins in Berlin unter anderem
noch einmal der „Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ nahe bringen, Korth und
Panske nahmen viele Eindrücke mit nach Düsseldorf.

 

Die Baracken beherbergten unter anderem ein Durchgangslager für Ostvertriebene und ein
Altenheim. Über die wechselvolle Geschichte informierten der Vereinsvorsitzende Harald
Dierig und die Historikerin Ingeborg Höting ihre Besucher. Zu denen zählten auch
Bürgermeister Heinz Öhmann und Bernhard Kestermann, Vorsitzender des
Bezirksausschusses Lette. Einblicke von Zeitzeugen lieferte ein Film, der im Heimathaus
Lette gezeigt wurde. Hier soll auch die Ausstellung über das Barackenlager, das auf einem
Privatgrundstück steht, ihren Platz finden.

 

Der Film, der auch in einer Kurzform als DVD herausgegeben werden soll, enthielt neben
dem historischen Rückblick auch einige aktuelle Bezüge. Das galt vor allem, wenn die
Flüchtlinge aus dem Osten von ihrer Aufnahme in Westfalen berichteten. Deren Integration
glückte, auch wenn sie wegen konfessioneller und sprachlicher Unterschiede nicht einfach
war – zum Beispiel wenn Protestanten auf Katholiken und der schlesische Dialekt auf
Münsterländer Platt trafen.

 

Fotos:
heidefriedhof_schautafel.jpg
Auf dem Heidefriedhof berichtete Ingeborg Höting über die Geschichte des Barackenlagers
Lette. Über die Ideen des Vereins tauschten sich die CDU-Politiker Marc Henrichmann (r.),
Wilhelm Korth (2.v.r.) und Dietmar Panske (2.v.l.) sowie Bürgermeister Heinz Öhmann (l.) mit
dem Vereinsvorsitzenden Harald Dierig aus. Foto: Büro Marc Henrichmann

heidefriedhof_stelen.jpg
Zwischen den Stelen des Heidefriedhofs berichteten Ingeborg Höting und Harald Dierig
(4.v.l.) über die Geschichte des Barackenlagers. Einiges Neue erfuhren der
Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (r.), seine CDU-Landtagskollegen Wilhelm Korth
(3.v.l.) und Dietmar Panske (3.v.r.) sowie Bürgermeister Heinz Öhmann (l.). Foto: Büro Marc
Henrichmann