Ehrenamtliches Engagement hilft durch die Corona-Zeit

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Auf Abstand begegneten sich Marc Henrichmann (r.) und Sebastian Täger. Gleichwohl sehen sie einigen Grund für Optimismus in der Corona-Pandemie. Foto: Büro Marc Henrichmann

Ehrenamtliches Engagement hilft durch die Corona-Zeit

Abgeordneter Henrichmann und Bürgermeister Täger im Gespräch

Senden. Die Coronahilfen für die Wirtschaft – sie fließen jetzt. Fragen des Beihilferechts konnte Deutschland mit der EU klären, „außerdem wurden die Hilfen aufgestockt“, berichtete der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann im Gespräch mit Sebastian Täger. Der Sendener Bürgermeister wird gern gehört haben, dass viel für die Wirtschaft getan wird. Denn auch die Gemeinde steht vor einer „herausfordernden Zeit“, wie er sagte. Das liegt nicht zuletzt an Steuerausfällen. Auf etwa 5,6 Millionen Euro bezifferte er den erwarteten Einnahmerückgang innerhalb von drei Jahren.

Während Gewerbesteuern noch fließen, fehle es vor allem an Einkommens- und Umsatzsteuer, berichtete Täger beim ersten Austausch mit dem CDU-Parlamentarier seit seiner Wiederwahl. Der Tenor des Treffens, das unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen stattfand, war dennoch optimistisch. „Mehrere Impfstoffe sind da“ stellte Henrichmann fest. „Deshalb ist es richtig, sich jetzt Gedanken über eine langfristige Öffnungsstrategie zu machen“. Bevor Lockerungen möglich seien, müssten aber die Infektionszahlen deutlich gesenkt werden, ergänzte er. Jetzt schon über Erleichterungen für Geimpfte zu diskutieren, so wie die SPD, sei deshalb verfehlt und verfrüht, unterstrich er. „Erst muss für jeden, der möchte, auch ein Impfstoff zur Verfügung stehen“, erklärte der Abgeordnete.

Die Sendener Senioren gehören zu den ersten, die demnächst geimpft werden. Sie dürfen sich über ehrenamtliche Unterstützung freuen. „Es haben sich Freiwillige für einen Fahrdienst zum Impfzentrum gemeldet, die Bürgerstiftung gibt außerdem Tankgutscheine an die Fahrer aus“, berichtete Täger über die gelebte Solidarität im Ort.

Ehrenamtliches Engagement sorgt auch dafür, dass es im Schloss Senden und im Alten Zollhaus weiterhin voran geht – Projekte, die auch mit Bundesmitteln gefördert werden. Im September oder Oktober, so hofft der Bürgermeister, soll das Zollhaus als Haus der Begegnung eröffnet werden. Das könnte, wenn die Pandemie bis dahin im Griff ist, ein Herbst mit einigen feierlichen Anlässen für Senden werden: Die Feiern anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Steverhalle und der ebenso lange währenden Partnerschaft mit Jessen könnten dann nachgeholt werden – auch dies eine hoffnungsvoll stimmende Perspektive.