Bundestagsabgeordneter stellt sich Schülerfragen

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In ein lebhaftes Gespräch kam der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit Schülerinnen und Schülern des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs, bevor es dann zum Gruppenfoto ins Foyer des Paul-Löbe-Hauses ging. Foto: Büro Marc Henrichmann

Bundestagsabgeordneter stellt sich Schülerfragen

Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskolleg besucht Henrichmann in Berlin

Coesfeld / Berlin. Das politische Berlin hautnah erlebten 36 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs: Im Deutschen Bundestag trafen sie den heimischen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Der CDU-Politiker stand den Gästen aus Coesfeld Rede und Antwort – zu Fragen zum Alltag eines Parlamentariers ebenso wie zu aktuellen Themen von der Renten- bis hin zur Flüchtlingspolitik.

Gleich zu Beginn betonte Henrichmann, wie wichtig ihm der Austausch mit Besuchern aus dem Wahlkreis ist. Denn dort und nicht etwa in Berlin finde ein Großteil seiner Arbeit statt. Die 21 Sitzungswochen in der Hauptstadt seien angefüllt mit Sitzungen, Büroarbeit und „vielen interessanten Begegnungen“, berichtete er – zum Beispiel, erst am Vorabend, mit Andrea Voßhoff, der Bundesbeauftragten für den Datenschutz. Dieses Thema ist einer der Schwerpunkte von Henrichmanns Arbeit im Innenausschuss. „Es geht darum, einerseits den gläsernen Nutzer zu verhindern, andererseits aber auch Zukunftschancen nicht zu verbauen“, erklärte er und nannte ein Beispiel: „Selbstfahrende Autos funktionieren nur, wenn sie Daten austauschen können“, machte er den Zwiespalt zwischen Datenschutz und Datennutzung deutlich.

Gefragt wurde er zur Sicherheit der Rente – hier solle eine Kommission aus Fachleuten ein zukunftssicheres Konzept erarbeiten – und zur Flüchtlingsproblematik. „Wer Hilfe braucht, kann in Deutschland bleiben. Das ist unsere humanitäre Verpflichtung“, stellte Henrichmann klar. Straftäter allerdings und jene, die ihre Herkunft verschleierten, müssten das Land verlassen. Er sprach sich auch dafür aus, schon an der EU-Außengrenze zu prüfen, wer nach Europa komme. Und auch in Deutschland müssten die Verfahren schneller abgeschlossen werden. Letztendlich könnten die Europäer die Herausforderungen nur gemeinsam meistern. „Nur dank der Zusammenarbeit in Europa haben wir seit 70 Jahren Frieden. Das ist der größte Segen“, erklärte er den Schülerinnen und Schülern.