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Bund hält am zweigleisigen Ausbau Münster-Lünen fest

Klarstellung durchs Verkehrsministerium: zweistufiges Verfahren geplant

Kreis Coesfeld. Das Bundesverkehrsministerium hält nach wie vor an seinem Gesamtkonzept für den Ausbau der etwa 30 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Münster und Werne fest. Dies geht aus einem Schreiben von Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, hervor. „Damit wird die Position der CDU-Abgeordneten aus dem Münsterland voll bestätigt“, erklären der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske aus dem Kreis Coesfeld in einer gemeinsamen Erklärung.

In dem Brief, in dem Ferlemann auf eine Anfrage des Warendorfer Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker antwortet, spricht er von einem zweistufigen Verfahren. In einer vorgezogenen ersten Stufe werde zunächst die sechs Kilometer lange Strecke zwischen Capelle und Amelsbüren zweigleisig ausgebaut. Zudem würden die Kreuzungsbahnhöfe Amelsbüren und Davensberg reaktiviert oder angepasst.

In einer zweiten Stufe erfolge dann im Rahmen des Deutschland-Takts der zweigleisige Ausbau der weiteren Abschnitte zwischen Werne und Capelle sowie Ascheberg und Amelsbüren mit einer Gesamtlänge von 20 Kilometern.

Dass in der ersten Stufe vorhandene Überholgleise zu längeren Begegnungsabschnitten verlängert werden, sorgt für verkürzte Wartezeiten. „Um ein aufwändiges Planverfahren zu vermeiden, wird für diese Maßnahmen eine Plangenehmigung geprüft“, erläutert Ferlemann. Längs der Gesamtstrecke von Münster nach Lünen sollen Züge auf bis zu 230 km/h beschleunigen können. Dies reduziere die Verspätungsanfälligkeit.

Die zweite Stufe mit dem zweigleisigen Ausbau weiterer Abschnitte ermögliche pro Stunde ein weiteres schnelles Zugpaar zwischen Dortmund und Münster. „Hierfür muss zunächst das Baurecht geschaffen werden“, erklärt Ferlemann.