Bald auch Beratung in der Bibliothek in Buldern

Baubranche nahe an der Kapazitätsgrenze
14. Juli 2021

Über die Pläne der Bibliothek Buldern mit den Bundesmitteln informierten sich Marc Henrichmann (2.v.r.) und CDU-Ratsfrau Veronika Büscher (Mitte) bei Silvia Doliff, Heike Riddermann und Pastor Ferdinand Hempelmann (v.l.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Bald auch Beratung in der Bibliothek in Buldern

Bund gibt 5.000 Euro dazu / Henrichmann: „Gemeinde trifft einen Nerv“

Buldern. Die Berliner Politik weiß zu schätzen, was Kultur- und Medienarbeit auch außerhalb der Metropolen leistet – und unterstützt sie entsprechend. Zum Beispiel mit dem Förderprogramm „Vor Ort für Alle“. „Damit hat der Bund eine Soforthilfe für zeitgemäße Bibliotheken in ländlichen Räumen ins Leben gerufen“, erläutert der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Von dieser Hilfe profitiert auch die Katholische Öffentliche Bücherei der Gemeinde St. Pankratius in Buldern. Sie erhält exakt 5.055 Euro, auch um in ihren Räumen künftig Beratungen anbieten zu können.

Der CDU-Politiker informierte sich jetzt vor Ort, was genau geplant ist. Heike Riddermann und Silvia Doliff, zwei der 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Bücherei-Team, sowie Pfarrer Ferdinand Hempelmann berichteten von den Ideen. Unter anderem wird mit dem Geld vom Bund eine Schiebetür eingebaut. Räume sollen so getrennt und multifunktional genutzt werden können, erklärte Heike Riddermann. So können zum Beispiel der Seniorenkreis und eine Kindergartengruppe bei Bedarf parallel die Bücherei nutzen.

Es gibt aber noch einen zweiten Ansatz: Die Caritas möchte in dem Gebäude neben der Kirche künftig niedrigschwellig und diskret Beratung anbieten. Die Nachfrage sei da, auch wegen Corona, erklärte Pfarrer Hempelmann. Vielen Hilfesuchenden gehe es zunächst um eine kleine materielle Unterstützung. „Im Gespräch kommen dann aber schnell persönliche und familiäre Probleme auf den Tisch“, stellte er fest. „Mit diesem Angebot trifft die Gemeinde einen Nerv“, zeigte sich Henrichmann überzeugt. Er sah es als besonders wichtig an, auf die Menschen zuzugehen, ihr Vertrauen zu gewinnen.

Ein nicht unerwünschter Nebeneffekt ist, mit dem Angebot die sehr gute Ausstattung der Bibliothek mit vielfältigen Medien noch bekannter zu machen. Schon jetzt verzeichnet das Team bis zu 25.000 Ausleihungen pro Jahr. Viel zu tun also für die Ehrenamtler, die 2.500 Arbeitsstunden jährlich leisten. Ihnen dies zu erleichtern, ist Henrichmann ein großes Anliegen. Weshalb sich der Parlamentarier nach den Bedingungen erkundigte, um die Bundesförderung zu ergattern. Diese seien durchaus gut zu erfüllen gewesen, versicherte Heike Riddermann, „auch wenn wir ausführlich darlegen mussten, wie wir die Mittel einsetzen“.