Wie funktioniert Lernen auf Distanz in der Förderschule?

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Berichteten dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann (l.) und dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Rainer Bolte (r.) über ihre Erfahrungen mit Corona: Julian Groß (2.v.l.), Leiter der Maximilian-Kolbe-Schule, und Thomas Pliquett, Kaufmännische Leiter der Kinderheilstätte

Wie funktioniert Lernen auf Distanz in der Förderschule?

Henrichmann führt auf Sommertour viele Gespräche in Nordkirchen

Nordkirchen. „In Nordkirchen gehören Menschen mit Behinderung dazu, hier wird Inklusion gelebt“: Beeindruckt zeigte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann nach einem Rundgang durch den Ort, der an der Maximilian-Kolbe-Schule endete. Dort sprach Schulleiter Julian Groß von dem Standort als „Schatz“. Denn: Eine Förderschule und Wohngruppen, mittendrin gelegen im Schatten der Kirche, so etwas gebe es in dieser Form nur selten. Die ideale Lage schützt aber nicht vor der ein oder anderen Herausforderung, vor allem im Zusammenhang mit Corona, von der Groß dem CDU-Politiker berichtete.

Auf seiner Sommertour wurde Henrichmann begleitet von Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes und dessen Vorsitzenden Rainer Bolte. Gemeinsam ging es zunächst zum Mühlenpark, wo der Parlamentarier mit Bürgerinnen und Bürgern sprach und einige Geschäftsleute besuchte. Bei den Einzelhändlern war Corona das bestimmende Thema, ebenso wie anschließend in der Maximilian-Kolbe-Schule.

Zumindest sorgte die Pandemie für einen Schub in der Digitalisierung. „500 Millionen Euro stellt der Bund im Digitalpakt Schule für Endgeräte bereit“, berichtete Henrichmann. Mittel, die auch in einer Förderschule gut angelegt sind: „Lernen auf Distanz stößt aber in der Sonderpädagogik auch an Grenzen“, räumte Groß ein.

Geschätzt 80 bis 90 Prozent“ seiner Zeit im Tagesgeschäft nehme der Umgang mit der Pandemie ein, berichtete der Schulleiter. Er wünschte sich, dass Politik noch stärker die Förderschulen in den Blick nähmen, wenn es um Fragen wie Maskenpflicht oder Schulöffnungen gehe. „Von unseren 300 Schülerinnen und Schülern zählen bis zu 60 zur Corona-Risikogruppe“, erklärte er und hob die besonderen Sicherheitsvorkehrungen in der Schule hervor. Bisher hätten sich aber noch keine Schülerinnen oder Schüler infiziert, auch in den Wohngruppen habe es keine Fälle gegeben.

Der Abschluss der Sommertour führte Henrichmann nach Capelle. Hier sprach er mit Bianca und Ulrich Jehle, die ihren kleinen Edeka-Markt im kommenden Jahr schließen werden. Dabei ging es darum, wie in Zukunft die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Dorf sichergestellt werden kann.