Weißtannen-Setzling setzt ein Zeichen in den Baumbergen

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Thorsten Webering (Mitte) gräbt schon einmal das Loch für die kleine Weißtanne, die Marc Henrichmann (l.) aus Berlin mitgebracht hat. Die fachkundige Aufsicht führt Franz Himker. Foto: Büro Marc Henrichmann

Weißtannen-Setzling setzt ein Zeichen in den Baumbergen

Webering: Unseren Wald und Waldbauern nachhaltig unterstützen

Havixbeck. In den Baumbergen sind die erheblichen Folgen der langen Trockenheit und des Befalls durch Borkenkäfer unübersehbar. „Wir müssen den Wald, unsere grüne Lunge, stärken. Und wir müssen die Situation der Waldbauern im Blick behalten, die um ihre Existenz fürchten“, betont Bürgermeister-Kandidat Thorsten Webering. Vergangenen Freitag nahmen die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU in Berlin zum Abschluss einer Nachhaltigkeitswoche Setzlinge mit in ihre Wahlkreise. Für Webering war klar: „Ein solcher Setzling gehört nach Havixbeck, in die Baumberge“.

Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann war direkt bereit, die kleine Weißtanne in seiner Heimatgemeinde einpflanzen zu lassen. Und Franz Himker, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Baumberge, hatte auch gleich ein schattiges Plätzchen im Auge, wo das junge Pflänzchen gut gedeihen kann. „Dieser einzelne Baum setzt ein Zeichen“, erklärte Webering: „Sowohl die Politik vor Ort als auch in Berlin tut etwas, um unseren Wald und die Waldbauern zu unterstützen“, unterstrich er. So hilft allein der Bund mit 1,5 Milliarden Euro den Waldbesitzern bei der Wiederaufforstung. „Nachhaltig handeln heißt, sowohl unseren Wald zu schützen als auch wirtschaftliche Existenzen zu sichern“, betonte Webering.

Schnell war mit dem Spaten ein kleines Loch geschaufelt, der Baum eingesetzt und ordentlich gewässert. Ein Zaun schützt die Pflanze vor hungrigen Rehen. Nach der Arbeit zeigte Himker dem Bürgermeister-Kandidaten und dem Abgeordneten noch einige schadhafte Stellen im Forst. In Folge des Borkenkäfer-Befalls mussten ganze Schneisen in den Fichtenwald geschlagen werden. „Die Absatzmöglichkeiten für das Holz sind katastrophal“, verdeutlichte er die schwierige Situation der Waldbauern.

Bewirtschaftung ist wichtig für den Wald“, betonte Himker: Das Fällen einzelner Bäume schaffe Licht und Platz für die nächste Baumgeneration. Das können zum Beispiel Lärche, Ahorn oder Buche sein. „Einen bunten Mix von Baumarten“, erwartet der Experte für die Zukunft. Zudem werden robustere Arten wie die Douglasie oder die Schwarznuss gepflanzt. Webering zeigte sich nach dem Ortstermin beeindruckt: „Die gewaltige Aufgabe, den Wald in den Baumbergen zukunftsfest zu machen, wird entschlossen angegangen“.