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Auf engagierte und interessierte Schülerinnen und Schüler traf der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei seinem Besuch in Nottuln. Foto: Büro Marc Henrichmann

Von Urheberrecht bis Trump

Vielseitig interessierte Schüler diskutieren mit MdB Henrichmann

Nottuln. Direkt nach den Ferien geht es für 104 Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule in Nottuln auf nach Berlin. Um die Fahrt in die Hauptstadt vorzubereiten, stellte sich der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann den Fragen der künftigen Zehntklässler.

Die Jugendlichen wollten vom CDU-Abgeordneten in einer sehr regen Diskussion zum Beispiel wissen, wie er Politiker geworden sei und wie sein Arbeitsalltag aussehe. „Der Hauptjob ist die Wahlkreisarbeit“, erklärte Henrichmann: „Was ich vor Ort erfahre, transportiere ich nach Berlin, um dort Initiativen auf den Weg zu bringen“. Vor allem räumte er mit dem Vorurteil aus, Parlamentarier müssten stets die Meinung ihrer Partei vertreten. Jeder Abgeordnete dürfe auch „Nein“ sagen – „er muss sich dann aber in ein Thema eingearbeitet haben und seine Meinung gut begründen“, erläuterte Henrichmann.

Auch die Urheberrechtsreform, die vom EU-Parlament vorerst gestoppt wurde, interessierte die Schülerinnen und Schüler. Henrichmann lehnte Zensur ab, betonte aber, dass strafbare Inhalte gelöscht werden sollten. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“ Im weiteren Gespräch diskutierten die jungen Leute über ihre Bildungschancen, blickten aber auch über den Tellerrand: Trump bereitet vielen Schülern Sorgen. „Abschottung führt immer zu mehr Auseinandersetzungen“, erklärte der CDU-Politiker zum US-Präsidenten. Dass es anders gehe, zeige Europa: „Wir haben 70 Jahre Frieden, weil wir miteinander reden und Handel treiben“, betonte er.

Zur Entwicklungshilfe befragt, sprach sich Henrichmann dafür aus, Fluchtursachen entschieden zu bekämpfen. In vielen Ländern fehlten allerdings verlässliche Regierungen. „Kleinteilige Projekte helfen aber auch hier den Menschen“, erklärte er und lieferte ein Beispiel: Mit einer Kuh und einer Kühlzelle könne eine Familie in Afrika Milch produzieren und den Lebensunterhalt sichern. Von Wohnungsbau bis Dieselverboten reichten die weiteren Fragen, mit denen sich die Liebfrauen-Schüler bestens für ihre Berlin-Tour vorbereiteten.