Vieles Gutes für die Kommunen herausgeholt

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Einen Bildband über Lüdinghausen, überreicht durch Richard Borgmann (r.) und Matthias Kortendieck (l.), kann Marc Henrichmann mit nach Berlin nehmen. Foto: Büro Marc Henrichmann

Vieles Gutes für die Kommunen herausgeholt

MdB Henrichmann spricht mit Verwaltungsspitze über Koalitionsvertrag

Lüdinghausen. Über den Koalitionsvertrag aus Sicht der Städte und Gemeinden sprach der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit Bürgermeister Richard Borgmann und dem Beigeordneten Matthias Kortendieck. „Viel Gutes für die Kommunen“ haben CDU, CSU und SPD vereinbart, erklärte der CDU-Politiker im Rathaus in Lüdinghausen. „Das müssen wir jetzt mit Leben füllen.“

Unter anderem will eine neue Regierung für 1,5 Millionen neue Wohnungen und Eigenheime sorgen und deutlich in Kitas und Schulen investieren. „Zwei Milliarden Euro sind dafür vorgesehen, Ganztagsschul- und Betreuungsangebote auszubauen. Fünf Milliarden Euro stehen für den Digitalpakt Schule bereit“, berichtete Henrichmann. Investitionen, die aus Sicht von Borgmann notwendig sind. Mit Blick auf die vielfältigen Aufgaben seiner Stadt, unter anderem bei der Integration von Flüchtlingen, unterstrich er: „Die Kommunen brauchen einen finanziellen Ausgleich“.

In Lüdinghausen gelinge die Integration auch dank der Ehrenamtlichen, erläuterte Kortendieck. „Die möchten vor allem denjenigen helfen, die eine Perspektive haben, in Deutschland zu bleiben“, ergänzte der Beigeordnete. Henrichmann setzte auf die von einer großen Koalition vorgesehenen AnKER-Zentren. Hier sollen die Ankunft, die Entscheidung sowie die Verteilung auf die Städte und Gemeinden oder aber die Rückführung gebündelt werden. „Dadurch werden die Verfahren effizienter“, zeigte sich der CDU-Abgeordnete überzeugt.

Sorgen bereitet dem Bürgermeister ein drohender Ärztemangel, „auch wenn Lüdinghausen aktuell mit dem Ärztezentrum und dem Krankenhaus gut aufgestellt ist“. Der Koalitionsvertrag steuere dagegen und sehe finanzielle Anreize für Ärzte in ländlichen Regionen vor, erklärte Henrichmann. Auf mehr Medizinstudienplätze, eine Landarztquote und die Förderung der Telemedizin haben sich CDU, CSU und SPD ebenfalls geeinigt.

Auch um Infrastrukturprojekte ging es bei dem Austausch. Mit nach Berlin nahm Henrichmann die Hinweise, dass zwei Maßnahmen den Lüdinghausern besonders unter den Nägeln brennen: die Südumgehung und der Ausbau der Bahnstrecke von Enschede nach Dortmund, damit die Züge dort im halbstündigen Takt fahren.