Unterwegs im Mobilitätslabor Münsterland

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Marc Henrichmann (l.), Bundestagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender, und Gerrit Tranel (r.), Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU, dankten Josef Himmelmann für seinen Ausblick auf die Mobilität der Zukunft. Foto: Büro Marc Henrichmann

Unterwegs im Mobilitätslabor Münsterland

Vorstand der Kreis-CDU diskutiert Ideen / Stärker am Bedarf orientieren

Kreis Coesfeld / Bösensell. Das Münsterland wird zum Reallabor für die Mobilität der nächsten Jahrzehnte: Kommunen und Verkehrsunternehmen in der Region wollen gemeinsam mit der Stadt Münster neue Ideen für fließenden Verkehr und gegen Staus, Luftverschmutzung und Parkplatzmangel entwickeln.

Am 5. März ist dazu eine Mobilitätskonferenz in Münster geplant, bereits beim politischen Aschermittwoch des Vorstands des CDU-Kreisverbands Coesfeld blickte Josef Himmelmann in die mobile Zukunft. Was „On-Demand-Mobilität“ oder „Trampen 2.0“ im ländlichen Raum bewirken, stellte der ehemalige Bürgermeister von Olfen eindrucksvoll vor. Dazu begrüßte Marc Henrichmann, Bundestagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender, im Landhotel Sendes in Senden-Bösensell unter anderem das ehemalige Bundestagsmitglied Karl Schiewerling sowie die Landtagsabgeordneten Dietmar Panske und Wilhelm Korth.

Himmelmann, der heute für Münsterland e.V. das Projekt „Mobiles Münsterland“ mit betreut, kann auf positive Erfahrungen seiner Heimatstadt aufbauen: Im Zuge des Regionale-2016-Projekts „Bewegtes Land“ fährt ein bedarfsgesteuerter Bürgerbus durch Olfen. Fahrgäste werden auf Wunsch zu Hause abgeholt oder nach Hause gebracht. Fahrtrouten, die online aufs iPad im Bus übertragen werden, richten sich nach dem aktuellen Bedarf. Das senkt Kosten: Der Bürgerbus fährt „ganz ohne Defizite“, wie Himmelmann unterstrich.

Er appellierte, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu orientieren. Die möchten möglichst schnell, zuverlässig und flexibel unterwegs sein. Bedürfnisse, die nicht allein durch E-Mobilität, Carsharing oder autonomes Fahren gestillt würden: „Die Staus bleiben und die Parkplatznot wächst“, erklärte er. Abhilfe schaffen Digitalisierung und Vernetzung. So wie beim „Trampen 2.0“. Dieses bringt Menschen, die einen Fahrtwunsch haben, mit denen zusammen, die eine Fahrmöglichkeit anbieten. Himmelmann plädierte außerdem für Zubringerdienste, die die Fahrgäste zu Mobilpunkten transportieren. Diese sollten mehr sein als nur Haltestellen mit Umstiegsmöglichkeit beispielsweise zum Schnellbus, hier sollten sich auch Einkäufe erledigen lassen. „Wir müssen den örtlichen Handel einbinden“, empfahl er.

Einig zeigten sich die CDU-Politiker, dass die Erreichbarkeit Münsters auch im Interesse der Umlandkommunen sei, um als Wohnorte attraktiv zu bleiben. „Münster und das Münsterland haben gemeinsame Ziele“, betonte Himmelmann.