THW-Helfer in Beirut im Rennen gegen die Zeit

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Über den THW-Einsatz in Beirut und darüber, wie den Menschen dort weiter geholfen werden kann, sprach Marc Henrichmann mit Stephan Mondry und Tobias Holezeck vom THW (v.r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

THW-Helfer in Beirut im Rennen gegen die Zeit

Stephan Mondry berichtet Henrichmann von Einsatz / Spendenaufruf

Havixbeck. Vier Tage war Stephan Mondry, THW-Helfer beim Ortsverband Havixbeck, Teil eines Teams von 50 Einsatzkräften im zerstörten Beirut. Mit seiner Spürhündin Belana suchte er nach Überlebenden in den Trümmern der von einer Explosion schwer getroffenen Stadt. Von seinem Einsatz berichtete er jetzt dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. „Das waren eindrucksvolle Einblicke aus erster Hand“, erklärte der CDU-Innenpolitiker anschließend. Er dankte Mondry für seine ehrenamtliche Arbeit. „Das THW leistet wertvolle Dienste für die Menschen im In-, aber auch im Ausland.“

In Berlin hatte ihm sein Fraktionskollege Marian Wendt, der ebenfalls in der libanesischen Hauptstadt war, die Verwüstungen und das Leid der Menschen dort geschildert. Fünf Millionen Euro hat der Bund für Beirut bereit gestellt, hinzu kam der Einsatz von THW und Deutschem Roten Kreuz. Wendt hatte vor Ort die Organisation Beit el Baraka kennengelernt. Sie stellt Medikamente und Nahrung zur Verfügung und hilft beim Wiederaufbau.

Mit einer Spendenaktion wollen die CDU-Parlamentarier die weitere Arbeit dieser Organisation unterstützen. Ein Anliegen, das Stephan Mondry teilt: „Ich hoffe sehr für die Bewohner, dass das Leben dort für sie weitergeht, dass weitere Mittel kommen“, erklärte er. Auch für Henrichmann ist klar: „Der Libanon muss wieder auf die Beine kommen“.

Mondry war mit 50 Helferinnen und Helfern, vier Spürhunden sowie vier Rettungshelfern der Hilfsorganisation ISAR Germany von Frankfurt nach Beirut geflogen. „Die Hundenase ist unübertrefflich, sie ist unser bestes Ortungsmittel“, lobt der Elektrotechniker aus Appelhülsen seinen Golden Retriever. Er berichtete von Bildern, die er nie vergessen werde, und einem Rennen gegen die Zeit – „wir sprechen von den 100 goldenen Stunden, in denen Menschen noch lebend aus Trümmern geborgen werden können“. Zwar fand das Team keine Überlebenden. „Doch auch das ist ein Erfolg, weil wir das untersuchte Gebiet für die Räumung freigeben konnten.“

Für Mondry war es sein erster Auslandseinsatz. Dank des neuen THW-Gesetzes, mit dem der Bundestag im März die Anforderung der Helfer durch Kommunen erleichterte, hofft er, auch im Inland häufiger aktiv zu werden: „Einsätze sind besser als jede Übung“.

Das Spendenkonto von Beit el Baraka lautet:

Institut: Bemo Europe Banque Privee-Luxembourg

IBAN: LU75 3720 0353 7750 0400

BIC: BEMOLULLS

Stichwort: Deutschland hilft