Starkes Ehrenamt lässt Extremen keine Chance

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Informierte sich beim Familienbündnis und bekam auch einen Adventskalender: Marc Henrichmann nach seinem Gespräch mit Franziska Mahlmann, Christina Matthoff und Ulrike Reifig (v.l.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Starkes Ehrenamt lässt Extremen keine Chance

Henrichmann beim Familienbündnis / Kindesmissbrauch Thema in 2021

Altenberge. Große Pläne hat das Familienbündnis Altenberge: Mittelfristig soll ein Mehrgenerationenhaus als Begegnungszentrum für alle Altenberger entstehen, inklusive einem integrativen Café sowie Räumen für Kursangebote und Vereine. Kurzfristig benötigt der Verein hauptamtliche Verstärkung. Vom Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann gab es ein dickes Lob für das große Engagement. „Anlaufpunkte, wie sie das Bündnis schafft, machen gerade Orte auf dem Land fit für die Zukunft“, betonte er.

Der CDU-Politiker nimmt die Anliegen des Vereins mit nach Berlin und wird bei der Suche nach passenden Fördertöpfen die Augen mit offen halten. Denn die Arbeit des Bündnisses schätzt er als sehr wertvoll ein: „Die vielen Vereine in der Region und das starke Ehrenamt bieten Zusammenhalt. Sie sind damit ein wichtiger Grund dafür, dass Extreme hier so wenig Boden gewinnen“, erklärte Henrichmann. „Ehrenamt“ ist für die Vorsitzende Ursula Reifig ein wichtiges Stichwort: „Wir sind keine Servicestelle, sondern wollen zum Mitmachen animieren“. Das Miteinander zu fördern sei eines der Anliegen des Familienbündnisses: „Das ist ein zentrales Thema der Zukunft“.

Dazu ist das Bündnis eng mit den anderen Altenberger Vereinen vernetzt und bietet umfangreiche Angebote zum Beispiel für junge Familien, Senioren und Migranten. „Im kommenden Jahr werden wir das Thema Kinderschutz und Kinderrechte intensivieren“, kündigte Ursula Reifig an. Geschockt sei sie über die Fälle von Kindesmissbrauch, unter anderem in Münster.

Solche Verbrechen nehmen erschreckende Ausmaße an“, erklärte auch Henrichmann, der das Engagement des Familienbündnisses in diesem Bereich besonders begrüßte. „Wir müssen Familien stärker sensibilisieren, es darf keine Alltags-Gleichgültigkeit eintreten“, meinte er mit Blick auf Berichte über Schüler, die „widerwärtige Bilder auf ihren Handys untereinander austauschen“. Es müsse klar werden, dass dies eine Straftat sei, machte er deutlich und empfahl dem Familienbündnis, bei der Vorbereitung auf das Thema auch die Kreispolizei mit ins Boot zu holen.