„Smarte City“ wächst nun auch im Außenbereich

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Smart City Senden, Deutsche Glasfaser

Wie Senden zur Smart City wird, erfuhr Marc Henrichmann (Mitte) von Niklas Esser, Sebastian Täger, Gerda Johanna Meppelink und Christof Sommerberg (v.l.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Smarte City“ wächst nun auch im Außenbereich

MdB Henrichmann beeindruckt vom Engagement beim Glasfaserausbau

Senden. Langsames Internet nervte die Bürger und ärgerte die Unternehmer: So war es noch 2014 in Senden. Die Gemeinde reagierte und machte sich auf den Weg zur „Smart City“ – mit einem privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau in den Ortsteilen und Gewerbegebieten. Wie nun auch alle Außenbereiche den Anschluss ans schnelle Netz bekommen, darüber sprach der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann mit Bürgermeister Sebastian Täger, Wirtschaftsförderer Niklas Esser sowie Gerda Johanna Meppelink und Christof Sommerberg von der Deutschen Glasfaser.

Henrichmann würdigte besonders das bürgerschaftliche Engagement der Landwirte, die Arbeiten in Eigenleistung übernehmen und einmalige Kosten in Höhe von jeweils 2.200 Euro tragen. Der CDU-Politiker nahm die Anregung mit nach Berlin, dass diese Investition von der Steuer absetzbar sein sollte. Der Projektplan in Senden sieht vor, den Ausbau bis Mitte 2019 abzuschließen. „Im Außenbereich haben wir schon viel erreicht“, zog Bürgermeister Täger ein Zwischenfazit.

Die Notwendigkeit eines zukunftsfähigen Glasfaseranschlusses im ländlichen Raum steht für Henrichmann außer Frage, auch dank neuer Anwendungen, zum Beispiel in der Telemedizin. Allerdings: Wegen der hohen Auslastung werde es immer schwieriger, Tiefbaufirmen zu gewinnen, erklärte Sommerberg. „Die Baukapazität wird zum begrenzenden Faktor“, befürchtete der Leiter Public Affairs bei der Deutschen Glasfaser. Auch deshalb sei die Arbeit der Buddelvereine wichtig.

Weitere Bestandteile der Online-Offensive „Smart City Senden“ sind die digitale Schule, die digitale Verwaltung und der Aufbau eines kostenfreien WLAN-Netzes in der Gemeinde. Der technische Aufbau im Ortskern ist bereits abgeschlossen.