Schloss Nordkirchen stellt sich auf Wachstum ein

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Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (3.v.l.) und Nordkirchens CDU-Chef Rainer Bolte (l.) besuchten gemeinsam mit Klaus-Wilhelm Gratzfeld und Klaus Werschmöller von der FH sowie Rainer Veltkamp (v.r.) und Wilfried Branse vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb die neue Mensa. Foto: Büro Marc Henrichmann

Schloss Nordkirchen stellt sich auf Wachstum ein

MdB Henrichmann informiert sich über aktuelle Baumaßnahmen

Nordkirchen. Als eine „Symbiose aus Denkmalschutz und praktischer Nutzung“, bezeichnet Klaus-Wilhelm Gratzfeld das Schloss Nordkirchen. Damit bringt es der geschäftsführende Verwaltungsleiter der Fachhochschule für Finanzen NRW auf den Punkt: Als „Westfälisches Versailles“ lockt es Besucher an, ist aber gleichwohl kein Museum, sondern bildet immer mehr angehende Diplom-Finanzwirte aus. Über das Wachstum der Fachhochschule auch in baulicher Hinsicht informierte sich jetzt der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei einem Besuch im Rahmen seiner Sommertour.

2.400 duale Studierende zählt die FH insgesamt, allein 1.000 Erstsemester starten im September. „Die Finanzbehörden, für die wir ausbilden, stellen ein wie noch nie“, erklärte der stellvertretende Leiter Klaus Werschmöller dem CDU-Politiker. Auch für die größte Einrichtung ihrer Art in Deutschland ist es nicht einfach, diesen Andrang zu bewältigen. Zwei auswärtige Standorte in Herford mit 500 und Hamminkeln mit 100 Studierenden wurden deshalb vor etwa eineinhalb Jahren gegründet, dennoch sind immer etwa 1.000 junge Leute auf dem Campus in Nordkirchen. Hier verbringen sie immerhin 21 ihrer 36 Ausbildungsmonate.

Daher wird rund ums Schloss kräftig gebaut, wobei auch hier der Denkmalschutz beachtet werden muss. 150 neue Wohneinheiten werden geschaffen, die Mensa steht ein Jahr nach Baubeginn kurz vor ihrer Fertigstellung. Rainer Veltkamp und Wilfried Branse vom zuständigen Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) führten Henrichmann und Rainer Bolte, Vorsitzender der CDU Nordkirchen, durch die Küche und die Essenssäle und stellten die High-Tech-Kühlung vor. Zehn Millionen Euro investiert der BLB, „die Kosten und der ambitionierte Zeitplan werden eingehalten“, erklärte Veltkamp nicht ohne Stolz.

600 Studierende können hier ab September gleichzeitig essen – im Gegensatz zur alten Mensa dann gemeinsam mit ihren rund 150 Dozenten. Diese lobt Gratzfeld ebenso wie die etwa 100 weiteren Beschäftigten für die „hohe Identifikation mit Schloss Nordkirchen“. Und auch viele Absolventen fühlen sich Schloss und FH verbunden, was mit an der hohen Erfolgsquote von 83 bis 85 Prozent pro Jahrgang liegen dürfte. „Für eine Hochschule ist das extrem gut“, unterstreicht Werschmöller.