Ruhe und Toleranz für eine erfolgreiche Integration

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Marc Henrichmann bei Fortuna Schapdetten

Wie Sport bei der Integration hilft, erfuhr der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (3.v.r.) von Bernd Heuermann, Alexander Bergenthal, Martina Lengers, Ulrich Kontny und Uwe Mende (v.l.) Foto: Büro Marc Henrichmann

Ruhe und Toleranz für eine erfolgreiche Integration

Schapdetten setzt auf Bogensport / MdB Henrichmann zu Besuch

Schapdetten. Die Integration von Flüchtlingen ist weiterhin eine große Herausforderung. Wie sie mit Hilfe von Sportangeboten und viel ehrenamtlichem Engagement erfolgreich gemeistert wird, darüber informierte sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei einem Besuch bei Fortuna Schapdetten. Der Verein gehört im Kreis Coesfeld neben der SG Coesfeld, dem Judo Club Lüdinghausen und Türme Billerbeck zu den vier Teilnehmern des Bundesprogramms „Integration durch Sport“.

Die beiden Vorsitzenden Ulrich Kontny und Uwe Mende sowie Beisitzerin Martina Lengers stellten dem CDU-Politiker ihre Erfahrungen vor. Unterstützt wird das Projekt durch den Kreissportbund, der durch den Präsidenten Bernd Heuermann und durch Projektreferent Alexander Bergenthal vertreten war.

Fast 50 Flüchtlinge sind bereits in Schapdetten untergekommen, „etwa zwölf bis 14 von ihnen machen regelmäßig bei uns im Verein mit“, berichtete Martina Lengers. Aktuell wohnten in der Unterkunft 14 Personen, darüber hinaus lebten zwei Familien im Ort, erklärte sie. Die Fluktuation erschwere die Integration, räumte sie ein. Dafür sei die Stimmung im Dorf gegenüber den neuen Bürgern sehr positiv: „Es sind schon Freundschaften entstanden“.

Bei der Frage nach einer geeigneten Sportart war schnell klar: „Fußball geht immer, egal welche Sprache man spricht“, erzählte die Beisitzerin. Als ganz besonders geeignet erwies sich aber der Bogensport. „Ruhe, Disziplin und Toleranz“ lernten die Teilnehmer hier. Auch außerdem des Trainings hilft der Verein bei der Integration. „Wir sind Ansprechpartner und Vermittler zwischen der Gemeinde und den Flüchtlingen“, so Martina Lengers.

Probleme, die die Vereinsvertreter zur Sprache brachten, waren die Frage nach Mitgliedschaft und Versicherungsschutz der Flüchtlinge oder auch Schwierigkeiten bei Behördengängen, unter anderem beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Auch die Bleibeperspektive mancher ihrer Schützlinge, die sich gut eingelebt hätten, bereiteten den Schapdettenern Sorgen. „Über Arbeit lassen sich Chancen eröffnen“, meinte Henrichmann. Der Abgeordnete sprach das Fachkräfteeinwanderungsgesetz an, das qualifizierten Zuwanderern eine Perspektive biete.