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Über lokal- wie bundespolitische Fragen tauschten sich Bürgermeisterin Lisa Stremlau und der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann aus. Foto: Büro Marc Henrichmann

Politische Bildung ist der Schlüssel

Bürgermeisterin Stremlau und MdB Henrichmann tauschen sich aus

Dülmen. Politische Bildung ist wichtiger denn je – darin waren sich Marc Henrichmann und Bürgermeisterin Lisa Stremlau beim Antrittsbesuch des Bundestagsabgeordneten im Dülmener Rathaus einig. „Schüler und junge Menschen interessieren sich für Politik“, ist Henrichmann überzeugt. Aus Gesprächen weiß er, dass viele von ihnen Fragen haben und sich auch verunsichert fühlen. Der politischen Bildung, für die der CDU-Politiker im Innenausschuss zuständig ist, komme daher eine hohe Bedeutung zu.

Dazu gehöre, offen zu kommunizieren und Herausforderungen klar zu benennen. Mit Fake News würden junge Menschen gerade bei sensiblen Themen wie der inneren Sicherheit oder der Integration von Flüchtlingen beeinflusst. Um solche Falschmeldungen, unter anderem in sozialen Netzwerken, entlarven zu können, sei politische Bildung der wichtigste Schlüssel.

Beim Antrittsbesuch des Bundestagsabgeordneten im Dülmener Rathaus ging es darüber hinaus um aktuelle Projekte in der Stadt, die Integration von Flüchtlingen und den Gestaltungsspielraum von Kommunen. Gute Erfahrungen hat Dülmen im Bereich der Integrationsarbeit mit regelmäßigen Vernetzungstreffen der beteiligten Akteure gemacht. „Alle, die bei uns in der Flüchtlingsarbeit engagiert sind, tauschen sich regelmäßig aus“, erklärte Lisa Stremlau. „Wir wissen, wer was tut, und versuchen, dieses wichtige Engagement mit all den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu unterstützen“, betonte sie. Die Bürgermeisterin hob hervor, auch auf Kreisebene funktioniere die Kommunikation untereinander gut, zum Beispiel über die Bürgermeisterkonferenz und das Kommunale Integrationszentrum.

Damit die „gewaltige Aufgabe“ Integration gelinge, wünschte sie sich Sozialarbeiter an allen Schulen. „Es kann aber nicht sein, dass dies die Kommunen bezahlen müssen“, positionierte sich Stremlau deutlich. Henrichmann zeigte dafür Verständnis: „Die Städte und Gemeinden brauchen Luft zum Atmen“, erklärte er. Eine Entlastung verspricht er sich von den sogenannten AnKER-Zentren, die die große Koalition plant. Sie stellten sicher, dass nur Menschen mit einer Bleibeperspektive auf die Kommunen verteilt würden.

Lisa Stremlau berichtete auch über die Fortschritte bei den großen Bauvorhaben in Dülmen. Das Stadtquartier Overbergplatz sei „zum größten Teil fertig“, beim Intergenerativen Zentrum (IGZ) steht für Ende August das Richtfest an. Im kommenden Jahr sollen dann die verschiedenen Einrichtungen, die das Zusammenleben von Jung und Alt fördern, in das „Haus für alle“ einziehen.