Politik bedeutet auch „Rausgehen und Zuhören“

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Viele Einblicke in seine Arbeit als Abgeordneter gab Marc Henrichmann im Gespräch mit Ursula Tiigi und Wolfgang Schlierkamp (r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Politik bedeutet auch „Rausgehen und Zuhören“

Krankenhaussender interviewt Abgeordneten Marc Henrichmann

Lüdinghausen. Einen prominenten Interviewpartner begrüßte jetzt der Krankenhaussender des St. Marien-Hospitals Lüdinghausen: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann ging live auf Sendung. Eine Stunde lang unterhielten sich Ursula Tiigi und Wolfgang Schlierkamp mit dem CDU-Politiker. Der berichtete über seine Arbeit in Berlin und im Wahlkreis. Und er erzählte, warum es wichtig ist, „für ein Thema zu brennen“, und was er auf allzu pauschale Kritik entgegnet.

Daheim im Münsterland höre er sich Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, doch auch viele Anregungen und Positives nehme er mit nach Berlin, erzählte Henrichmann. In der Hauptstadt gehe es dann darum, im Sinne der Menschen Kompromisse zu schmieden und Mehrheiten zu gewinnen. „Mit Präsenz und Engagement lässt sich viel bewegen“, betonte er.

Schade finde er es deshalb, wenn mancher sehr allgemein über „die Politik“ schimpfe. „Ich frage dann gerne nach, ob derjenige jemals mit seinem Abgeordneten im Rat oder im Kreis, im Land oder im Bund gesprochen hat“, berichtete er – was der Angesprochene meist verneine und Henrichmann bedaure: „Wir müssen im Dialog bleiben“, das „Rausgehen und Zuhören“ sei wichtiger Bestandteil seiner Arbeit.

Auch auf die Gesundheitspolitik sprach das Moderatorenteam den heimischen Abgeordneten an. „Pflegekräfte leisten mit viel Herz Unglaubliches“, betonte er. Mit guter Bezahlung, mehr Wertschätzung und weniger Bürokratie werde dieser wichtige Beruf attraktiver: „Pflegerinnen und Pfleger brauchen mehr Zeit für den Menschen und weniger für Dokumentationspflichten“.

Aufgelockert wurde das Interview durch Musik. Einen Titel durfte sich Henrichmann wünschen. Seine Wahl fiel auf Johannes Oerding mit „An guten Tagen“. Danach unternahm er mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Jörg Siebert und Pflegedirektor Johannes Beermann noch einen Rundgang durchs St. Marien-Hospital.