Mit niedrigen Infektionszahlen Planungssicherheit erhöhen

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Über Perspektiven von Unternehmern, Gastronomen und Künstler in Zeiten der Corona-Pandemie diskutierte der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann im CineMotion. Foto: Büro Marc Henrichmann

Mit niedrigen Infektionszahlen Planungssicherheit erhöhen

Diskussion mit Henrichmann: Unternehmer hoffen auf Optimismus

Lüdinghausen. Der Ort der Diskussion, zu der der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann jetzt nach Lüdinghausen gekommen war, stand sinnbildlich für die Corona-Pandemie und für deren Folgen für die Wirtschaft: Das nagelneue CineMotion sollte eigentlich schon im März eröffnen, nun läuft im August der erste potenzielle Blockbuster an. Im Kinofoyer sprach der CDU-Politiker mit heimischen Unternehmern verschiedener Branchen über das Virus, die Maßnahmen des Bundes und die Wünsche der Wirtschaft. Mit dabei war auch CDU-Bürgermeisterkandidat Ansgar Mertens.

Dialog ist Henrichmann wichtig, das betonte er ausdrücklich. „Wir brauche Akzeptanz für die Entscheidungen der Politik“, bekräftigte er, auch Skeptiker ansprechen zu wollen. Um die Infektionszahlen wieder zu senken, müssten die Infektionsketten nachverfolgt werden können. „Die Frage, wer mit wem Kontakt hatte, bekommen wir mit digitalen Mitteln am besten beantwortet“, hob er den Nutzen der Corona-Warn-App hervor – auch wenn er eine anonyme zentrale Speicherung der Daten bevorzugt hätte.

Als richtig bezeichnete es Henrichmann, dass der Bund Milliarden in die Hand genommen habe, um deutsche Unternehmen sowie, geknüpft an Bedingungen, europäische Partner in der Krise zu stützen. Die Unternehmer aus Lüdinghausen lobten das Kurzarbeitergeld und wünschten eine Verlängerung. Sorgen bereitet vielen die Frage, wie es nun weitergehen soll: „Wir können uns nicht von Monat zu Monat durchhangeln. Wir brauchen Planungssicherheit“, erklärte nicht nur Hubertus Geiping. Thomas Wulf von Adam & Eva Moden steuerte dazu das Beispiel bei, wie durch Corona komplette Lieferketten weggebrochen seien.

Handel lebt von der Konsumstimmung“, hoffte Wulf auf mehr Optimismus seitens der Kunden. Dazu trage aus Henrichmanns Sicht bei, dass ein kreisweiter Shutdown wie zuletzt im Mai künftig vermieden werden soll. Künftige Einschränkungen würden regional begrenzt. „Halten wir die Infektionszahlen niedrig, kehrt auch das Vertrauen zurück“, zeigte der Parlamentarier sich überzeugt. Auch der Staat blicke nach vorn: „Zunächst ging es darum, Existenzen zu sichern. Jetzt aber wollen wir auch Anreize für Zukunftstechnologien setzen“, kündigte er an.