Kretschmer für harte Abgrenzung nach rechts

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Diskutierten mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (5.v.r.) und dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann (4.v.l.): Sebastian Nebel aus Altenberge, Sonja Schemmann aus Nordwalde, Thorsten Webering aus Havixbeck, Maximilian Sandhowe aus Ascheberg, der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske, Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Wilhelm Sendermann und Carsten Hövekamp (v.l.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Kretschmer für harte Abgrenzung nach rechts

Sachsens Ministerpräsident urlaubt und diskutiert in Lüdinghausen

Lüdinghausen / Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. Die Reize des Münsterlandes haben sich bis nach Sachsen herumgesprochen. Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaats, verbrachte mit seiner Familie einige erholsame Urlaubstage in und um Lüdinghausen. Dort nahm er, gemeinsam mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, eine Auszeit von der Auszeit: Sie hatten Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten der CDU aus Henrichmanns Bundestagswahlkreis Coesfeld / Steinfurt II zum politischen Austausch eingeladen.

Der Umgang mit Rechtsextremen, Corona, die Zustände in der Fleischindustrie, aber auch das Wohnen im ländlichen Raum und schnellere behördliche Planungsverfahren waren einige der Themen, die im Büro des Landtagsabgeordneten Dietmar Panske diskutiert wurden. Mit dabei waren neben Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die amtierenden Bürgermeister Sonja Schemmann aus Nordwalde und Wilhelm Sendermann aus Olfen sowie die Bewerber Carsten Hövekamp aus Dülmen, Thorsten Webering aus Havixbeck und Sebastian Nebel aus Altenberge.

Mit klarer Kante gegen die AfD hat Kretschmer die Landtagswahl in Sachsen gewonnen. „Die CDU muss sich hart abgrenzen und in der Sache vernünftig argumentieren“, betonte er. Dass die rechtsextreme Partei nun „internen Stress“ bekomme, damit habe er gerechnet. „Kalbitz und Höcke, das sind Neonazis“, stellte der Ministerpräsident unmissverständlich klar.

In Nordrhein-Westfalen wie in Sachsen beginnt in Schulen und Kitas wieder der Regelbetrieb. „Wir werden häufiger testen und brauchen schnelle Testergebnisse, damit wir bei einer Infektion nicht ganze Einrichtungen unter Quarantäne stellen müssen“, so Kretschmer. Nicht nur um Politik ging es in der Runde: Sachsens Ministerpräsident schwärmte von den „entspannten und gastfreundlichen Menschen“ im Münsterland, erzählte von einer Kanutour zur Burg Vischering und nahm auch Glückwünsche entgegen – vergangene Woche hatte er seine langjährige Lebensgefährtin geheiratet.