Kirche soll auch politisch sein

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Kirche soll auch politisch sein

Antrittsbesuch von Marc Henrichmann im Kreisdekanat Steinfurt

Steinfurt. Wie politisch darf und soll Kirche sein? Um Impulse, die Kirche für das
gesellschaftliche Miteinander setzt, den Stellenwert der Familie und weitere Zukunftsfragen
ging es im Gespräch zwischen dem neuen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann,
Kreisdechant Matthias Dördelmann und Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Kaiser.

Der CDU-Politiker, zu dessen Wahlkreis neben dem Kreis Coesfeld auch Altenberge, Laer
und Nordwalde gehören, wünscht sich den Dialog mit den beiden Kirchen. Dazu gehöre,
Argumente auszutauschen und sich in manchen Fragen auch zu reiben. Als Beispiel nannte
Henrichmann die Diskussion um einen Familiennachzug für subsidiäre Flüchtlinge ohne
Bleibeperspektive. Der Wunsch danach sei nachvollziehbar, da die Familie dem Leben der
Betroffenen häufig Struktur und Halt gebe. „Doch viele Kommunen können angesichts einer
prekären Wohnungssituation nicht noch mehr Menschen aufnehmen“, sprach er auch die
Kehrseite an.

Thema des Austausches war auch die große Verantwortung, die Politiker mit ihren
Entscheidungen tragen. „Dies wurde mir zuletzt bewusst, als wir im Bundestag über die
Verlängerung von Bundeswehrmandaten abgestimmt haben“, berichtete Henrichmann. Die
Vertreter des Kreisdekanats Steinfurt berichteten auch über die bevorstehende Rückkehr des
Stiftskreuzes nach Borghorst und die Vorbereitungen auf den Katholikentag in Münster.

Foto:
kreisdekanat_steinfurt.jpg
Einmischen erwünscht: Auf den politischen Dialog setzen Marc Henrichmann, Kreisdechant
Matthias Dördelmann (r.) und Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Kaiser (l.). Foto: Büro
Marc Henrichmann